Online seit 9 Std.
Quelle: 1815.ch
Rosenwurz
Anti-Stress-Pflanze aus dem Norden
Die Heilpflanze Rosenwurz trägt den wohlklingenden botanischen Namen «Rhodiola rosea». Ihr Extrakt stärkt das Erinnerungsvermögen und die Konzentrationsfähigkeit und unterstützt den Organismus bei der Verarbeitung von Stress.

Dass Rosenwurz im englischen Sprachraum als «arctic root» und somit als eine aus der Arktis stammende Wurzel bezeichnet wird, hat seinen Grund. In den extrem kalten russischen und skandinavischen Regionen war die Pflanze schon vor Jahrhunderten für ihre stärkende und anregende Wirkung bekannt. Sie galt als Lebenselixier und eine Art Universalheilmittel, das Erkältungen abwehrte oder Magenbeschwerden und nervöse Störungen vertreiben konnte.

Noch heute mag es sein, dass es in sibirischen Bergdörfern Brauch ist, jungen Paaren vor der Hochzeit einige zum Strauss gebundene «Rhodiola»-Wurzeln zu überreichen. Diese sollen die Fruchtbarkeit der Eheleute anregen und die Geburt gesunder Kinder gewährleisten.

Als Teepflanze und spinatähnliches Gemüse

Die Rosenwurz wächst in höheren Gebirgslagen in den arktischen Gebieten von Europa und Asien auf trockenem, sandigem Boden. Ausserdem kommt «Rhodiola rosea» im nördlichen Nordamerika vor. Sie werden zwischen 5 und 35 Zentimeter hoch, entwickeln gelbe Blüten und einen dicken Wurzelstock. Frisch geschnitten duftet dieser nach Rosen. Die Hochgebirgspflanze wird in manchen Gegenden auch als Teepflanze genutzt, und die fleischigen Blätter werden als spinatähnliches Gemüse zubereitet.

Moderne Präparate in Kapselform enthalten Extrakt aus der Wurzel. Die Qualität des Extraktes hängt dabei stark vom Standort und vom Alter der verwendeten Pflanzen ab. Hauptverantwortlich für die Wirkung von «Rhodiola rosea» sind nach heutigem Wissensstand die vor allem in der Wurzel der Pflanze enthaltenen Rosavine und Salidroside. Jetzt nach Qualität des Pflanzenmaterials und abhängig vom verwendeten Extraktionsverfahren unterscheiden sich die am Markt angebotenen Extrakte im Gehalt dieser relevanten Stoffe zum Teil erheblich.

Heilwirkung im Multipack

Die vielen guten Eigenschaften, welche die Volksmedizin der Rosenwurz schon immer nachgesagt hat, sind durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt worden. Sechs Stoffgruppen sind bereits bekannt. So unter anderem Flavonoide, also Farbstoffe, die auf verschiedene Weise das Immunsystem stärken. Besonders gut erforscht ist der günstige Einfluss von Rosen-Extrakt auf die geistige Leistungsfähigkeit. In Russland sollen Rosenwurz-Präparate Kosmonauten und Leistungssportlern zur Steigerung von Ausdauer und Belastbarkeit verabreicht werden.

Das Spektrum der Heilwirkungen dieser Heilpflanze ist erstaunlich breit. Diese kommen auch bei vielen stressbedingten Störungen des Nervensystems positiv zur Geltung. Da Stress die Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis negativ beeinflusst, verringert Stress also direkt die geistige Leistungsfähigkeit. Hier kommen wahrscheinlich die adaptogenen Wirkungen von «Rhodiola rosea» positiv zum Einsatz. Darunter versteht man Effekte, welche die Anpassungsfähigkeit des Organismus bei Belastungen verbessern und die natürliche Widerstandsfähigkeit erhöhen.

Bei stressbedingten Störungen des Nervensystems besonders hilfreich

«Rhodania rosea» kann sich auch positiv auf nervöse Herzbeschwerden und traurige oder vermehrt ängstliche Gemütsverstimmungen auswirken. Es wurde aufgezeigt, dass der Extrakt der Pflanze die Belastbarkeit von Studenten im Prüfungsstress verbessert und die Leistungsfähigkeit von Ärzten im Nachtdienst steigert. Nach der Behandlung mit «Rhodiola rosea» zeigt eine kürzlich durchgeführte Studie eine auffallende Verbesserung bei stressbedingten Ermüdungszuständen und eine reduzierte Ausschüttung von Stress-Hormonen. Sogar Personen mit Depressionen und Angstzuständen, welche Langzeitfolgen von Stress sein können, reagierten in klinischen Studien positiv. Ebenso werden die Wirkungen von Rosenwurz-Präparaten bei hormonellen Problemen und sexuellen Störungen sowohl bei Mann als auch bei Frau diskutiert. 

Nicht auszuschliessen ist, dass «Rhodiola rosea» noch weitere pharmakologische Geheimnisse birgt. Daher sind noch zahlreiche Studien im Gange.

Rosenwurz-Sorte aus dem Wallis

Um die Wildbestände zu schonen, hat die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil (ACW) die weltweit erste anbaufähige Sorte gezüchtet. Sie heisst «Mattmark» und stammt aus Rosenwurz, das im Saastal wächst (1815.ch berichtete). Die ACW-Experten erforschen seit 2005 die Rosenwurz-Populationen im Wallis, Tessin, Uri und Graubünden. Die stärksten und ertragsreichsten Pflanzen stammen aus den Hängen um den Mattmark-Damm im Saastal. Die besten unter ihnen wurden zur Züchtung einer kommerziellen Sorte mittels spontaner Kreuzung ausgewählt. Daraus entstanden ist die Sorte «Mattmark». Sie weist einen hohen Wirkstoffgehalt (Salidrosid und Rosavin) sowie eine für die Produkten interessante Wuchskraft auf.

 

Quellen: impulsdrogerie.ch / corenberg.com

 

 

Das Wetter im Wallis:
 
Donnerstag

20°C
Freitag

18°C
Samstag

20°C
Sonntag

19°C
Werbung
«Blacknose–Sheep»
     – der Walliser Blog

Werbung


z.B. Taxi, Party, Clubbing


z.B. Zürich, Hauptstr. 16, 8004