Online seit 24.01.2012 9:54
Quelle: 1815.ch / stz
Die Hausapotheke
Das gehört hinein
Auch die Hausapotheke brauchte eine reglmässige und gründliche Pflege. Damit sichern Sie sich für Notfälle ab und haben die nötigen Hilfen griffbereit. Welche Art von Hausapotheke es sein soll, hängt von den eigenen Bedürfnissen und Erfahrungen ab. So braucht eine Einzelperson in der Stadt mit hoher Apothekendichte sicherlich einen kleineren Vorrat als eine Grossfamilie in einem abgelegenen Dorf.

Die Basis jeder Hausapotheke ist das Material zur Wundversorgung. Dazu gehören Desinfektionsmittel, Pflaster, elastische Binden, Gazen, Schere und Pinzette. Selbstverständlich darf auch ein Fieberthermometer nicht fehlen. Genauso wichtig sind die persönlichen Medikamente, die regelmässigen gebraucht werden, wie beispielsweise blutzuckersenkende Tabletten oder Teststreifen.

Diese Grundausstattung kann je nach persönlichen Bedürfnissen ergänzt werden. Beim Zusammenstellen und Kontrollieren kann man sich an folgenden Punkten orientieren:

Äusserlich anzuwendende Präparate:

- Salbe bei Verstauchungen, Prellungen und Zerrungen

- Salbe gegen Pilzerkrankungen

- Salbe gegen Insektenstiche, Allergien oder Sonnenbrand

- Ohrentropfen

- Augentropfen

Innerlich anzuwendende Mittel:

- Schmerzmittel

- Mittel gegen Fieber, Erkältung und Grippe

- Hustenmittel

- Lutschtabletten gegen Halsschmerzen

- Mittel gegen Verdauungsbeschwerden, Sodbrennen, Durchfall und Verstopfung

- Mittel gegen Reisekrankheit

- Mittel gegen Schlafstörungen

- Mittel gegen Allergien

Lagerung

Die Hausapotheke gehört an einen kühlen, trockenen Ort. Das Badezimmer und die Küche sind ungeeignet, da es dort meistens warm und feucht ist. Besser geeignet ist beispielsweise ein Kleiderschrank oder Schlafzimmer. Die Hausapotheke gehört ausserhalb der Reichweite von Kindern. Es besteht Verletzungs- und Vergiftungsgefahr, wenn Kinder mit Medikamenten, Verbandsmaterial oder Instrumenten spielen oder sie verschlucken.

Die vollständige Hausapotheke sollte an einem gut zugänglichen und übersichtlichen Ort gelagert werden. Somit findet man im Notfall alles schnell und einfach. Auch angebrochene Medikamente sollten immer in der Originalverpackung aufbewahrt werden. So können sie jederzeit auch von aussenstehenden Personen eindeutig identifiziert werden.

Kontrolle

Gelagerte Artikel sollte man jährlich auf Verfalldatum und Qualität kontrollieren. Aus Sicherheitsgründen dürfen verfallene Artikel nicht mehr verwendet werden. Die Inhaltsstoffe können sich nach diesem Datum verändern und der Hersteller gibt keine Garantie mehr.

Menge

Es sollte nur die Menge Medikamente gekauft und gelagert werden, die für die eigenen Bedürfnisse vernünftig sind. Es hat keinen Sinn, eine Grosspackung eines Artikels zu lagern, den man bis zum Verfalldatum nicht aufbraucht.

Geeignete Vertrauensperson aussuchen

Für die gleiche Art von gesundheitlichen Problemen gibt es verschiedene Arten von Therapien, beispielsweise die klassische Medizin, die Phytotherapie (Pflanzenheilkunde), die Homöopathie und die Chinesische Medizin. Jedes dieser Gebiete umfasst ein grosses Wissen, und nicht jeder Arzt und Apotheker hat den gleichen Wissensstand auf allen Gebieten. So empfiehlt ein Fachmann je nach Neigung das eine oder andere Medikament. Es ist deshalb wichtig, dass man eine geeignete Vertrauensperson aussucht und mit ihr über die eigenen Bedürfnisse spricht.

Interaktionen

Wenn man gleichzeitig mehrere Medikamente einnimmt, kann es zu Wechselwirkungen im Körper kommen. Diese können von harmlos bis schwerwiegend verlaufen. Deshalb sollte immer mit dem Arzt oder Apotheker gesprochen werden, falls Sie zu Ihren täglichen Medikamenten etwas Neues einnehmen.

Entsorgung

Medikamente, die nicht mehr gebraucht werden, können dem Arzt oder Apotheker zurückgebracht werden.

 

Quelle: diabetesgesellschaft.ch

 

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