Online seit 31.01.2012 8:14
Quelle: 1815.ch / stz
Fieber
Keine Krankheit, sondern ein Symptom
Bei Kindern kommt Fieber recht häufig vor. Es gilt als Anzeichen für eine Krankheit, kann aber auch bei zahnenden Kindern auftreten. Häufig jedoch ist Fieber der Ausdruck einer Infektionskrankheit im Bereich der oberen Luftwege wie beispielsweise Grippe, Angina oder Mittelohrentzündung.

Die Körpertemperatur schwankt normalerweise zwischen 36,5 und 37,5 Grad Celsius (gemessen im Enddarm). Von Fieber sprechen wir bei einer Körpertemperatur von 38,0 Grad Celsius und mehr, wenn wir sie unter der Achsel messen. Temperaturen von mehr als 41,5 Grad über mehrere Stunden sind gefährlich und müssen unter ärztlicher Kontrolle stehen. Bei diesen Temperaturen werden die körpereigenen Eiweisse zerstört.

Fieber messen

Es gibt verschiedene Methoden, Fieber zu messen. Messungen in der Achselhöhle oder im Ohr sind ungenau und um etwa 0,5 Grad Celsius niedriger als die tatsächliche Körperkerntemperatur. Der natürliche Wärmeschutz der Haut verhindert eine genaue Messung. Exaktere Messungen erhält man im Mund oder im After. Säuglingen und Kleinkindern sollte man das Fieber im Mund, After oder Ohr messen. Ausserhalb des Körpers werden Tagesschwankungen bis ein Grad Celsius gemessen. Um zirka 17.00 Uhr ist die Temperatur am höchsten und kurz nach Mitternacht am tiefsten.

Akutes Fieber kann häufig folgende Ursachen haben: Mittelohrenentzündung, Angina oder Grippe mit Atemwegs- oder/und Magen-Darm-Symptomen. Oder etwas seltener: Harnwegsinfekte, Kinderkrankheiten wie Dreitagefieber, Röteln, Masern, Mumps, Windpocken oder Scharlach sowie eine Hirnhaut-, Lungen- oder Blinddarmentzündung sowie andere Entzündungen.

Fieber behandeln?

Fieber ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, das anzeigt, dass der Organismus arbeitet. So sprechen gegen eine Behandlung von Fieber einige Gründe. So kann eine Fieberbehandlung typische Krankheitssymptome verwischen und so die Diagnostik erschweren. Die körpereigene Abwehrreaktion wird bei der Behandlung von Fieber unterdrückt. Fieber fördert nämlich Körperwehrprozesse und bekämpft bestimmte Krankheitserreger. Alle Medikamente, die wirken, können zudem auch Nebenwirkungen haben.

Wer sich allerdings sehr schlecht fühlt, der Allgemeinzustand sehr stark beeinträchtigt ist und sehr hohes Fieber über Stunden/Tage hat, sollte einen Arzt aufsuchen. Dann hat er schon mehrere Fieberkrämpfe erlebt.

Fieber senken

Zuvor kann man allerdings mit einigen Massnahmen versuchen, selber das Fieber zu behandeln. Dazu senkt man die Zimmertemperatur, stellt die Heizung zurück und lüftet regelmässig – jedoch ohne Durchzug zu erzeugen und ohne Sonneneinstrahlung. Ruhe und Erholung während dem Fieber sind wichtig. Auch leichte Kleidung wie kurze Hosen und ein T-Shirt aus Baumwolle sowie leichtes Bettzeug, das heisst ohne Deckbett und Wolldecke, nur ein Leintuch, kann helfen. Zudem empfiehlt es sich, mehr und regelmässig zu trinken. Geeignet sind Kräuter- oder Kindertees und Vitamin C-haltige Fruchtsäfte. Auf Süssgetränke sollte verzichtet werden. Die Nahrungszufuhr sollte reduziert werden. Geeignet ist leicht verdauliche Kost wie püriertes Gemüse, Obst, Breie, wenig Fett und wenig Eiweiss für den kleinen Hunger. Wenn das Fieber trotzdem steigt, können kühlende Wickel helfen.

 

Quelle: naturheilpraxis-meier.ch

 

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