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Quelle: 1815.ch / stz
Manschettenknöpfe
Hingucker für einen stilvollen Look
Manschettenknöpfe gehören zu jenen Accessoires, deren Wirksamkeit sich umgekehrt proportional zu ihrer Grösse verhält. Sie tragen viel zum Gesamterscheinungsbild des gut gekleideten Mannes bei.

Um die Ärmelaufschläge zu schliessen, werden Manschettenknöpfe verwendet. Sie zählen zu den Klassikern unter dem Männerschmuck, doch tragen nur noch wenige Männer bewusst Oberhemden mit Manschetten. Üblich sind Oberhemden, bei denen die Ärmel durch Knöpfe geschlossen werden – was viele als praktischer ansehen.

Die richtigen Manschettenknöpfe zum richtigen Zeitpunkt verleihen jedem Outfit eine besondere Note. Umgekehrt können Manschettenknöpfe, wenn sie zu einem falschen Anlass oder an einem unpassenden Hemd getragen werden, einen Eindruck sehr schnell verderben.

Einfache oder doppelte Manschette

Manschettenknöpfe werden ausschliesslich zu Hemden mit doppelter Manschette – auch Klappmanschette genannt – getragen, oder aber zum Frackhemd, dessen Manschetten zwar nicht geklappt werden, aber dennoch keine Knöpfe haben. Diese Regel mag banal klingen, hat aber ihre Berechtigung. Es gibt nämlich Hemden mit einfacher Knopfmanschette, die neben dem Knopf auch noch ein Loch für den Manschettenknopf aufweisen. Diese sogenannte Kombinationsmanschette ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Wer Manschettenknöpfe mag, sollte also auf Hemden mit einfacher Knopfmanschette verzichten.

Unterschiedliches Preisklassen

Manschettenknöpfe bezeugen den Wunsch, stilistisch mehr zu erbringen als das geforderte Minimum. Das setzt eine gewisse Bereitschaft voraus, dafür Geld auszugeben sowie die etwas umständliche Handhabung in Kauf zu nehmen. Doch wer sich ernsthaft für Stil interessiert, den wird das nicht abschrecken, zumal der finanzielle Aufwand heute nicht mehr unbedingt horrend sein muss. Schöne Manschettenknöpfe kann man heute schon für wenig Geld erstehen, wobei allerdings nach oben die Grenzen praktisch offen sind.

Manschettenknöpfe einst und heute

Ursprünglich bestand ein Manschettenknopf meist aus zwei gleichen Objekten, die so beschaffen waren, dass sie durch die Knopflöcher der Manschette passten und durch einen Steg, eine Kette oder ein elastisches Band miteinander verbunden waren. Es gab auch Druckknopfverbindungen, Steckverbindungen oder Schraubgewinde und weiteres mehr. Oft waren Manschettenknöpfe aus Gold oder Silber und zum Teil auch mit Edelsteinen besetzt. Auch in früheren Tagen gab es durchaus schon «Themen-Manschettenknöpfe», beispielsweise in der Form von Teddybären, Hunden, Würfeln und Pferden – mit der einzigen Einschränkung, dass diese Figuren dann auch jeweils durch das Knopfloch passen mussten.

Heutige Manschettenknöpfe sind in der Regel mit einem festen Steg versehen, auf dessen Rückseite sich ein Klapp- oder Verschlussmechanismus befindet. Durch diese Vereinfachung sind Manschettenknöpfe oft nicht mehr symmetrisch, haben jedoch den Vorteil der einfacheren Handhabung als die klassischen Modelle aus dem letzten oder vorletzten Jahrhundert. Dazu kommt, dass diese Bauweise auch sehr ausgefallene Modelle möglich macht, weil das eigentliche Design als solches nicht mehr selbst durch das Knopfloch passen muss.

Kleine Stoffknoten als zeitlose Variante

Eine zeitlose Variante des klassischen Manschettenknopfs, die sich bis heute fast unverändert behauptet hat, sind kleine Stoffknoten, die wie geflochtene Kugeln aussehen. Es gibt sie ein- und mehrfarbig, und ihr niedriger Preis lässt es zu, für jede denkbare Kombination aus Jacke, Hose, Hemd und Krawatte die passende Farbe im Schrank zu haben.

Ursprünglich waren sie wohl ein Art Platzhalter, die der Kunde nach dem Kauf des Hemdes durch seine eigenen, wertvolleren Manschettenknöpfe ersetzte. Heute sind sie aber ein beliebtes Accessoire, das farblich perfekt auf das übrige Outfit abgestimmt werden kann.

Zum sportlichen Outfit: Ja oder Nein?

Ob Manschettenknöpfe zu einem sportlichen Outfit getragen werden sollten oder nicht, hängt davon ab, ob der Träger hierdurch overdressed wäre. Natürlich kann der selbstbewusste Mann aber auch gezielt den Kontrast suchen und elegante Manschettenknöpfe zu Jeans und Loafern tragen.

Nur wer ausschliesslich «Button-Down»-Hemden trägt, der muss auf Manschettenknöpfe verzichten, denn diese amerikanischen Klassiker gibt es nur mit Knopfmanschette. Dennoch sind Klappmanschetten zu sportlichen Anzügen und Jacken eher unüblich, allerdings durchaus kein Fauxpas. Als Faustregel lässt sich sagen, dass Klappmanschetten dann nicht mehr angebracht sind, wenn das Hemd ohne Krawatte getragen wird, aber selbst hier sind Ausnahmen heute nicht selten, und das eigene Stilgefühl sollte den Ausschlag geben.

Die richtige Wahl

Bei der Wahl der Manschettenknöpfe sollte zudem berücksichtigt werden, welcher Schmuck dazu getragen wird. Natürlich kann nicht pauschal entschieden werden, dass eine Uhr aus Edelstahl keine goldenen Manschettenknöpfe verträgt. Dennoch ist zu bedenken, dass Uhr, Ring und Manschettenknöpfe als Einheit wahrgenommen werden und diese deshalb aufeinander abgestimmt sein sollten.

Silberne Manschettenknöpfe sind dabei natürlich der Klassiker, da sie zu vielen Sachen kombinierbar sind. Extravagante Manschettenknöpfe mit reichen Verzierungen und prägnanten Köpfen sind dann doch eher etwas für Liebhaber.

 

Quellen: cuffstuff.ch / herrenmode.wordpress.com

 

 

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