Online seit 2.02.2012 9:10
Quelle: 1815.ch / stz
Onlinepoker
Das sind die lauernden Gefahren
Beim Onlinepoker, das über das Internet gespielt wird, können Spieler in sogenannten Onlinepokerräumen entweder um fiktives Spielgeld oder aber auch um Echtgeld spielen.

Früher wurde das traditionelle Poker in Casinos gespielt. Für diese lohnte es sich jedoch kaum, Poker anzubieten, sodass häufiger die ertragreicheren Slotmaschinen aufgestellt wurden. Für ein Onlinecasino ist Poker jedoch profitabler, da keine hohen Fixkosten für Personal und Räume anfallen und eine grössere Zahl von Spieltischen angeboten werden kann. Dadurch werden die wesentlich niedrigeren Mindesteinsätze kompensiert.

Für die Spieler sind die Regeln einfacher zu erlernen als in einem Casino, da die Software den Spieler unterstützt, indem sie beispielsweise angibt, wer als nächster setzen muss. Durch den schnelleren Ablauf beim Kartengeben und der Zuteilung des Pots sind mehr Spiele pro Stunde möglich. Anhand der IP-Adressen kann überprüft werden, ob Spieler aus einem Haushalt zusammenspielen.

Die grössten Pokerräume bieten Onlineturniere an, bei denen man sich für echte Turniere der «World Series of Poker» oder «World Poker Tour» qualifizieren kann.

Analysen des laufenden Spiels

Das Beobachten des Gegners, ein wesentlicher Bestandteil des traditionellen Pokers, ist in Onlinecasinos nicht möglich. Dadurch entfällt eine wesentliche Komponente des Spiels, die spielentscheidend sein könnte.

Im Internet sind zahlreiche Analysetools in Form von Softwares verfügbar. Diese lassen sich parallel zu den Softwareclients der bekanntesten Anbieter installieren. Die Analyseprogramme verfolgen nach der Installation den Spielverlauf der laufenden Partien und liefern in Realtime beispielsweise statistische Analysen des laufenden Spiels bis hin zu Handlungsvorschlägen für die aktuelle Spielsituation. Internetspieler können nicht nachvollziehen, ob auch Computerprogramme, sogenannte Bots, in relevanter Zeit am Onlinepoker teilnehmen. Bei menschlichen Gegenspielern besteht ausserdem die Gefahr, dass sie sich beispielsweise im Chat absprechen.

Höhere Spielgeschwindigkeit und ständige Verfügbarkeit

Ansonsten bestehen dieselben Gefahren wie beim klassischen Poker, allerdings aufgrund der höheren Spielgeschwindigkeit und ständigen Verfügbarkeit der Onlinecasinos in verstärktem Masse. Dazu kommt die fehlende Überprüfung des emotionalen oder physischen Zustands des Spielers, wie sie in einem traditionellen Casino durch die Angestellten gewährleistet würde. Die höhere Geschwindigkeit bei Onlinespielen kann zusätzlich zu unüberlegten Aktionen verleiten.

«Rake»

Pokerräume verdienen Geld, indem sie von jedem gespielten Pot wie in «echten» Casinos einen gewissen Betrag einbehalten. Diesen Betrag bezeichnet man als «Rake». In manchen Pokerräumen genügt es für eine «rakes hand», wenn man Karten erhalten hat, während man bei anderen am Pot beteiligt sein muss. Einige Anbieter zahlen einen Teil der Gebühren an die Spieler zurück. Diese Rückzahlung wird als «Rakeback» bezeichnet.

Legalität fraglich

Die Legalität von Onlinepoker ist wegen der Möglichkeit von Echtgeldeinsätzen in vielen Rechtsordnungen fraglich. In der Folge dessen haben viele Anbieter von Onlinepoker ihren Firmensitz in Ländern, in denen die Rechtslage eindeutiger und günstiger ist. In der Schweiz ist das Spielen von Onlinepoker grundsätzlich erlaubt. Der Strafandrohung von Art. 56 Abs. 1 SBG unterliegt nicht der Spieler, sondern der Anbieter eines illegalen Glücksspiels. Wird gegen den Anbieter ein Strafverfahren durchgeführt, hat der Spieler aber damit zu rechnen, dass von ihm investierte oder gewonnene Geld gestützt auf Art. 70 des Schweizerischen Strafgesetzbuches vom 21. Dezember 1937 (StGB, SR 311.00) eingezogen werden.

Aufgrund der komplizierten rechtlichen Lage und des meist einhergehenden Werbeverbots betreiben viele Pokerseiten eigene Spielgeld-Seiten. Diese dienen dazu, potentielle Spieler auf die Seite aufmerksam zu machen, insbesondere da die Werbung für Echtgeld-Seiten verboten ist. Der Unterschied ist jedoch marginal. So sind meist die .net- Seiten die Spielgeldvariante, während es sich bei den .com Seiten um die Echtgeldseiten handelt.

Die Betreiber der Onlinecasinos können rechtlich meist nicht belangt werden, da sie ihren Sitz oft im Ausland haben.

 

Quelle: wikipedia.de

 

 

Das Wetter im Wallis:
 
Donnerstag

20°C
Freitag

18°C
Samstag

20°C
Sonntag

19°C
Werbung
«Blacknose–Sheep»
     – der Walliser Blog

Werbung


z.B. Taxi, Party, Clubbing


z.B. Zürich, Hauptstr. 16, 8004