Syrien | IS-Terrormiliz aus Provinz Homs verdrängt

Syrische Armee verdrängt IS aus letzter Hochburg in Provinz Homs

Panzer der syrischen Regierungseinheiten in der Provinz Homs (Archiv)
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Panzer der syrischen Regierungseinheiten in der Provinz Homs (Archiv)
Foto: Keystone

Quelle: SDA 0

Syrische Regierungstruppen haben die IS-Terrormiliz Medienberichten zufolge aus der letzten grossen Stadt in der Provinz Homs verdrängt. Die Armee habe die Stadt Al-Suchna nun wieder vollständig unter ihrer Kontrolle, meldeten staatliche Medien am Samstag.

Bei einem breit angelegten Vorstoss zusammen mit Verbündeten seien IS-Kämpfer getötet und ihre Waffen zerstört worden. Die Stadt liegt rund 50 Kilometer vor der Grenze zur östlichen Provinz Deir al-Sor, dem letzten grossen Stützpunkt der Extremisten. Die Armee von Machthaber Baschar al-Assad drängt die Extremisten mit Unterstützung des russischen Militärs im syrischen Bürgerkrieg immer weiter zurück.

Im Fokus der von den USA unterstützten Kurden-Einheiten steht derzeit die Eroberung der IS-Hochburg Rakka im Norden des Landes. Seit Beginn der Grossoffensive Anfang Juni soll früheren Angaben zufolge fast die Hälfte der Stadt erobert worden sein, die die Terrormiliz faktisch als ihre Hauptstadt in Syrien auserkoren hatte.

Überfall auf Weisshelme

Im Nordwesten Syriens wurden sieben Mitarbeiter der Hilfsorganisation Weisshelme getötet. Wie die Organisation am Samstag auf ihrer Homepage mitteilte, wurden ihre Mitarbeiter im Morgengrauen in ihrem Einsatzzentrum in Sarmin in der Provinz Idlib überfallen.

Zwei Kleinbusse, Funksprechgeräte und die als Erkennungszeichen dienenden weissen Helme seien gestohlen worden. Es war nicht klar, ob es sich um einen Raubüberfall oder eine politisch motivierte Tat handelte.

Die Weisshelme bemühen sich um die Rettung von Zivilisten, die im syrischen Bürgerkrieg verletzt werden. Das Einsatzgebiet befindet sich in Regionen, die nicht von den syrischen Regierungstruppen kontrolliert werden.

Blutiger Selbstmordanschlag

Im Süden Syriens wurden bei einem Selbstmordanschlag am Freitag nach Angaben von Aktivisten mindestens 23 Menschen getötet. Bei den meisten Opfern handle es sich um Kämpfer der Rebellengruppe Dschaisch al-Islam, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Dutzende Menschen seien bei der Explosion an der Grenze zu Jordanien verletzt worden; 20 von ihnen lebensgefährlich. Laut der Beobachtungsstelle zündete der Täter seinen Sprengstoffgürtel auf einem Stützpunkt der Rebellengruppe nahe dem Grenzübergang Nasib.

Zu dem Anschlag bekannte sich niemand. Im Süden Syriens werden Rebellen aber immer wieder von Extremisten mit Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) attackiert.

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