Landwirtschaft | Grosse Unterschiede bei wöchentlicher Arbeitszeit

Keine Mindestnormen in der Landwirtschaft

Eine Standesinitiative des Kantons Genf zur Einführung nationaler Mindestnormen in der Landwirtschaft scheiterte 2015 in beiden Kammern. (Symbolbild)
1/1

Eine Standesinitiative des Kantons Genf zur Einführung nationaler Mindestnormen in der Landwirtschaft scheiterte 2015 in beiden Kammern. (Symbolbild)
Foto: Keystone

Quelle: SDA 0

Zwischen 50 und 66 Stunden beträgt die maximale Wochenarbeitszeit in der Landwirtschaft, die Löhne liegen teilweise unter 3000 Franken pro Monat - je nach Kanton. Eine Standesinitiative des Kantons Genf zur Einführung nationaler Mindestnormen scheiterte 2015 in beiden Kammern.

Nach dem Ständerat sprach sich im März 2015 auch der Nationalrat gegen Mindestlöhne und landesweite Normalarbeitsverträge in der Landwirtschaft aus. Er lehnte eine Standesinitiative des Kantons Genf einstimmig ab. Die Mehrheit war der Meinung, dass die Verhältnisse in der Schweizer Landwirtschaft zu unterschiedlich seien. Ausserdem gebe es Instrumente gegen missbräuchlich tiefe Löhne.

Der Genfer Normalarbeitsvertrag sieht einen Mindestlohn von 3300 Franken für unqualifizierte Arbeitskräfte vor; in anderen Kantonen ist er wesentlich tiefer. Mit der Initiative sollte unter anderem die Benachteiligung der Genfer Landwirtschaftsbetriebe beseitigt werden.

Auch bei der wöchentlichen Arbeitszeit gibt es grosse Unterschiede: In Genf etwa sind 45 Wochen-Stunden die Norm, im Kanton Glarus müssen Angestellte auf Bauernbetrieben pro Woche bis zu 66 Stunden arbeiten. Die Arbeitsgemeinschaft Berufsverbände Landwirtschaftlicher Angestellter (ABLA) fordert seit Jahren eine maximale Wochenarbeitszeit von 50 Stunden.

Die Dachorganisation der kantonalen Berufsverbände der landwirtschaftlichen Angestellten setzt sich zurzeit im Kanton St. Gallen, wo einer neuer Normalarbeitsvertrag zur Diskussion steht, für diese Regelung ein.

Der Vorschlag des St. Galler Bauernverbands (SGBV) sieht vor, dass in Betrieben mit Tierhaltung eine maximale Wochenarbeitszeit von 52,5 Stunden gelten soll und in Betrieben ohne Tierhaltung 49,5 Stunden. Neu sollen die Pausen nicht mehr wie bisher als Arbeitszeit gerechnet werden. Die erste Verhandlungsrunde zwischen dem SGBV und den Sozialpartner ist gescheitert.

Artikel

Kommentare

Noch kein Kommentar

Kommentar

schreiben

Loggen Sie sich ein, um Kommentare schreiben zu können.

zum Login

Artikel

Empfehlungen

Openair Gampel Magazin

Hier gehts zum WB-Extrablatt

Das Openair Gampel steht vor der Tür.
►IISCHI Party Magazin [PDF]

Heute im WB

Anmeldung - WB Newsletter

Walliser Bote - Newsletter

1815Club Banner

In der aktuellen RZ

Oberwalliser Baby-Galerie

Pénélope SchranzYoan ArnoldYanis Ambiel
zur Baby-Galerie

Aktuell auf 1815.tv

Der Biobauer vom Brigerberg

zum Video
Rotten Verlag News

Ventil | der Walliser Blog

Die 30 enttäuschendsten Menschen unter 30

1815.ch | Sicher kennt ihr solche Meldungen aus Wirtschaftskreisen, dann wohl aber eher unter dem Titel «Die [...]

Walliser Bote - Newsletter

Sitemap

Impressum

MENGIS GRUPPE

Pomonastrasse 12
3930 Visp
Tel. +41 (0)27 948 30 30
Fax. +41 (0)27 948 30 31