Religion | Albanische Muslime unterzeichnen Charta

Muslime bekennen sich in einer Charta zu Laizismus und Rechtsstaat

Zwei Vereinigungen von albanischen Muslimen bekennen sich in einer gemeinsamen Charta zum Laizismus. (Symbolbild)
1/1

Zwei Vereinigungen von albanischen Muslimen bekennen sich in einer gemeinsamen Charta zum Laizismus. (Symbolbild)
Foto: Keystone

Quelle: SDA 0

Die zwei wichtigsten Vereinigungen von albanischen Muslimen in der Schweiz haben gemeinsam ein Bekenntnis zum Laizismus und zur Trennung von Religion und Staat abgelegt. Gemäss dieser Charta steht die Schweizer Gesetzgebung über allen religiösen Regeln.

Die Charta unterzeichneten zwei Dachorganisationen am Montag in Bern: die Albanische Islamische Gemeinde der Schweiz und die Union der Albanischen Imame der Schweiz. Anwesend waren Delegationen der Schweizer Behörden sowie der Staaten Albanien, Kosovo und Mazedonien, wie Bashkim Iseni von der Agentur albinfo.ch der Nachrichtenagentur sda auf Anfrage bekanntgab.

Den Anstoss für das Treffen und die Erklärung gab Naim Malaj, der frühere Botschafter von Kosovo in der Schweiz. Im Text bestätigen die zwei Verbände ihr Engagement gegen ein Ausnutzen ihrer Religion für politische oder extremistische Zwecke. "Es ist der Anfang eines Prozesses, aber es gibt noch Arbeit zu tun", sagte Iseni.

In der Schweiz leben rund 300'000 Albanerinnen und Albaner. Die Mehrheit von ihnen sind allerdings keine praktizierenden Muslime, wie Naim Malaj gegenüber mehreren Westschweizer Zeitungen sagte.

Die Charta solle dem Islam, den die Albaner in der Schweiz praktizieren, ein anderes Gesicht geben. "Es ist ein Islam, der die nationale Identität immer über die Religion gestellt hat." Das erkläre auch die Verbundenheit mit einem laizistischen Staat und mit der Gewaltentrennung.

Die Zentren der albanischen Gemeinschaften sollen sich gemäss der Charta, die in einer Übersetzung der Nachrichtenagentur sda vorliegt, dafür einsetzen, dass der interreligiöse Dialog überall in der Schweiz verstärkt wird. Diese Zentren sollen allen offenstehen, ungeachtet von Staatsangehörigkeit, Glaubensrichtung oder Geschlecht.

Rechte der Frauen

In der Charta ist auch der Respekt gegenüber Frauen verankert sowie die Gleichberechtigung von Frau und Mann gemäss der Bundesverfassung. Wolle eine Frau den Schleier tragen, sei sie frei, dies zu tun, sagte Malaj dazu. Keinesfalls aber dürfe der Schleier von religiösen Verantwortlichen aufgezwungen werden.

Mit der Charta habe er auch die Verbundenheit der Diaspora mit der Schweiz und den Schweizer Werten zeigen wollen, führte Malaj aus. Das Papier solle die Dankbarkeit bezeugen für all das, was das Land für die Balkanstaaten getan habe und noch tun werde.

Artikel

Kommentare

Noch kein Kommentar

Kommentar

schreiben

Loggen Sie sich ein, um Kommentare schreiben zu können.

zum Login

Artikel

Empfehlungen

So tönt das Herz der Schweiz

Jodelmagazin 2017

Heute im WB

Walliser Bote - Newsletter

Wettbewerb | Hit-Musical als...

2 x 2 Tickets für «Cats» am Thunersee zu gewinnen

«Cats» an den Thunerseespielen

1815.ch | Seit 14 Jahren präsentieren die Thunerseespiele jeden Sommer vor der UNESCO-geschützten Bergwelt [...]

In der aktuellen RZ

Oberwalliser Baby-Galerie

Lionel PfaffenEva Louisa BumannJelena Tipura
zur Baby-Galerie

1815.märt - Jetzt inserieren

Hier können Sie Ihre Inserate direkt, günstig und flexibel im Walliser Bote und der Rhone Zeitung aufgeben.

Schicken Sie uns Ihr Video oder Foto

Leserreporter

Aktuell auf 1815.tv

WB-Stammtisch mit Roger Michlig

WB-Stammtisch mit Roger Michlig

zum Video

Ventil | der Walliser Blog

Jodelt ihr schon?

1815.ch | Brig ist diese Tage der «Place to be» im ganzen Wallis – ja was schreib ich denn da, in der ganzen [...]

Stelleninserat: Kundenberater/in

Rotten Verlag News
1815Club Banner

Sitemap

Impressum