Soziale Netzwerke | Vergänglichkeit im Netz bietet kaum Schutz

Snapchat-Vergänglichkeit schützt vor schlechtem Eindruck nicht

Der Betrachter macht bei seinem Urteil keinen Unterschied, ob eine Botschaft auf vergänglichen Social-Media-Kanälen wie Snapchat geteilt wird oder für längere Zeit im Netz haften bleibt. (Symbolbild)
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Der Betrachter macht bei seinem Urteil keinen Unterschied, ob eine Botschaft auf vergänglichen Social-Media-Kanälen wie Snapchat geteilt wird oder für längere Zeit im Netz haften bleibt. (Symbolbild)
Foto: Keystone

Quelle: SDA 0

Auch wenn ein indiskretes Foto auf vergänglichen soziale Medien wie Snapchat oder Instagram Stories geteilt wird: Der damit vermittelte Eindruck bleibt lange haften. Das haben Forscher der Universität Luzern und der Harvard University herausgefunden.

Temporär verfügbare Inhalte können permanent in schlechter Erinnerung bleiben: Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die sich mit der Wirkung von Inhalten befasste, die nur kurze Zeit auf sozialen Medien verfügbar sind, wie etwa Snapchat oder Instagram Stories. Auf diesen sind Fotos oder andere Medien nur einige Sekunden sichtbar und zerstören sich dann selbst.

Die verhaltenswissenschaftliche Untersuchung zeigte auf, dass der Eindruck beim Betrachter haften bleibt, auch nachdem das Foto nicht mehr verfügbar ist. "Zusätzlich achten die Betrachter weniger darauf, wie geteilt wird - ob auf einer temporären oder einer permanenten Plattform -, sondern vielmehr darauf, was geteilt wird", sagte Co-Autor Reto Hofstetter von der Universität Luzern.

Zusätzlich fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Betrachter Indiskretionen direkt auf das Urteilsvermögen der Person beziehen, welche das Foto geteilt hat. Sie beurteilen also das Verhalten von Akteuren anhand deren Persönlichkeitsmerkmale und nicht anhand der situativen Faktoren. Diese Problematik wird dadurch verstärkt, dass die Vergänglichkeit von Daten das Teilen von sensiblen Inhalten generell noch fördert.

Für die Untersuchung liessen die Forscher Versuchspersonen unter anderem unangemessene sowie kontrollierte Selfies beurteilen, von denen sie behaupteten, sie seien temporär oder permanent im Netz geteilt worden. Die Teilnehmer massen den Personen hinter den unangemessenen Selfies ein schlechteres Urteilsvermögen bei, und zwar unabhängig von der Plattform, auf der das Bild geteilt wurde.

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