Schulanfang | Wirtschaftsinformatiker Christian Schnidrig zur Handynutzung bei Schülern:

«Bis zu 200 Nachrichten am Tag»

Beliebt. Spätestens Ende Primarschule verfügen alle Schüler über ein Smartphone.
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Beliebt. Spätestens Ende Primarschule verfügen alle Schüler über ein Smartphone.
Foto: Keystone

Quelle: WB /map 1

Christian Schnidrig führt seit fünf Jahren regelmässig Medienkompetenz-Kurse an verschiedenen Oberwalliser Schulen durch. Seiner Erfahrung nach hätten spätestens in der 5., 6. Klasse alle Schüler ein Smartphone.

Dieses würde von den Kindern und Jugendlichen vor allem zum Spielen und zum Kommunizieren verwendet – und dies sehr fleissig: «Man hört manchmal Zahlen von bis zu 200 Nachrichten am Tag.» Obwohl Mobiltelefone also rege gebraucht werden, wüssten die meisten Schüler jedoch extrem wenig über den technischen Hintergrund und Themen wie Datenschutz. Als Beispiel führt der Wirtschaftsinformatiker WhatsApp an: «Den meisten Kindern und Jugendlichen ist nicht bewusst, dass ihre Nachrichten damit über Internet verschickt werden.» Trotzdem könne er beobachten, dass die Schüler in den vergangenen Jahren ein wenig sensibler im Umgang mit dem Thema geworden seien. «Als ich mit den Kursen begonnen habe, sahen die meisten kein Problem darin, ihre private Telefonnummer weiterzugeben. Das hat sich inzwischen geändert.»

«Smartphones gehören zum Alltag»

Die Regelungen, die an den meisten Oberwalliser Schulen bestehen, hält er für sinnvoll. «Im Schulzimmer lenkt das Mobiltelefon ganz klar zu stark vom Unterricht ab.» Ein vollkommenes Verbot hingegen würde er nicht befürworten. «Für Jugendliche gehören Smartphones zum Alltag, deshalb sollen sie auch lernen, damit umzugehen.» Später in der Lehre oder bei der Arbeit sei es ja nicht anders, argumentiert er, nur dass einem dort keiner mehr auf die Finger schaue. Aus diesem Grund hält er es für wichtig, Eigenverantwortung zu fördern. «Auch für die Eltern gilt: begleiten statt verbieten!»

Immer mehr Lehrer würden zudem versuchen, Mobiltelefone in den Unterricht zu integrieren. Dass diese Möglichkeit von den Schülern nicht missbraucht werde, sei jedoch ein nicht ganz einfaches Unterfangen, betont Schnidrig. Cybermobbing verhindere man dadurch, dass man Smartphones aus dem Klassenzimmer verbanne, allerdings nicht. Seiner Erfahrung nach habe es in den vergangenen Jahren mindestens einen Fall an jeder Schule gegeben. «Das spielt sich dann halt nach dem Unterricht ab. Ähnlich wie man früher auf dem Schulweg gehänselt wurde, hat sich Mobbing nun in Gruppenchats verlagert.» Deshalb sei es auch hier wichtig, intensiv Prävention zu betreiben.

Weitere Artikel zum anstehenden Schulanfang sowie zum Umgang mit Smartphones gibt es im «Walliser Boten» vom Samstag zu lesen.

Manuela Pfaffen

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