Kriminalität | 5 Kilogramm Kokain verkauft

Kokainhandel im Wallis aufgedeckt

Drogenhändler schreckten nicht vor Gewalt zurück. (Symbolbild)
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Drogenhändler schreckten nicht vor Gewalt zurück. (Symbolbild)
Foto: 1815.ch

Quelle: 1815.ch 0

Anfang August 2017 hat die Walliser Kantonspolizei einen umfangreichen Kokainhandel aufgedeckt, der vor allem durch Südamerikanische Staatsangehörige aufgezogen und geleitet wurde.

Die bereits ab Dezember 2016 von der Betäubungsmittelabteilung der Kantonspolizei durchgeführte Untersuchung führte zur Verhaftung von elf in der Region Siders tätigen Kokainhändlern. Dominikanische, kolumbianische, portugiesische und Schweizer Staatsangehörige wurden bei der Staatsanwaltschaft wegen des Verkaufs von rund 5 Kilogramm Kokain verzeigt. Im Rahmen dieses Verfahrens wurden auch 45 Konsumenten verhört und zur Anzeige gebracht.

In drei Gruppen agiert

Untersuchungen ergaben, dass die Kokainhändler unabhängig in drei Gruppen den Drogenhandel betrieben und jede Gruppe ihre eigenen Konsumenten mit Kokain versorgte, teilt die Kantonspolizei Wallis am Donnerstagmorgen mit. Die erste Gruppe bestand aus vier Dominikanern, die am Verkauf von 1.135 Kg Kokain beteiligt waren. Im Rahmen der Untersuchung wurde ein zweiter Lieferant Portugiesischer Herkunft identifiziert, der wegen des Verkaufs von 1.100 Kilogramm angezeigt wurde. Schliesslich wurde auch eine dritte Gruppe Kolumbianischer Staatsangehöriger verhaftet. Sie wurde bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis für den Verkauf von mehr als 2.100 Kg Kokain verzeigt.

Ein Schweizer ebenfalls involviert

Im Anschluss an diese Ermittlungen konnten anlässlich parallel getätigter Untersuchungen zwei junge Drogenhändler, ein Portugiese und ein Schweizer, verhaftet werden. Diese wurden für den Verkauf von 600 Gramm Kokain zur Anzeige gebracht. Die Ermittlungen ergaben weiter, dass die Mitglieder der Dominikanischen Gruppe nicht zögerten, mit Gewalt oder Androhung solcher Geld von Konsumenten einzutreiben, die mit der Bezahlung der Drogenlieferungen in Verzug waren. Sechs Personen befinden sich noch immer in Untersuchungshaft. Eine weitere wurde aus der Schweiz ausgewiesen. Die Staatsanwaltschaft ist für die Ermittlungen zuständig.

pd/noa

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