Nachgefragt | Brig-Glis

«Die Mitte garantiert unseren Erfolg»

Nationalrätin Viola Amherd.
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Nationalrätin Viola Amherd.
Foto: zvg

Quelle: RZ 0

Die amtierende Nationalrätin Viola Amherd kandidiert für ihre dritte Legislaturperiode im eidgenössischen Parlament. Amherd über ihre Chancen und Einschätzungen.

Viola Amherd, in knapp zwei Wochen finden die eidgenössischen Wahlen statt. Wie entspannt fiebern Sie den Wahlen entgegen?
Wahlen sind immer mit Spannung verbunden. Von meinem Wesen her bin ich eher ein ruhiger Typ. Aber selbstverständlich steigt bei mir die Nervosität, je näher der Wahltermin kommt.

Als amtierende Nationalrätin haben Sie gute Karten. Halten Sie sich darum im Wahlkampf vornehmlich zurück?
Der Eindruck täuscht. Ich mache genau gleichviel Werbung mittels Plakaten, Inseraten, Webebannern und persönlichen Kontakten wie vor vier Jahren. Aber ich führe auch meine Arbeit weiter. Bis Ende letzter Woche hatten wir noch Nationalratssession und da war mein Einsatz zugunsten des Wallis zu 100 Prozent gefragt. Sei dies bei der teilweisen Befreiung der Pistenfahrzeuge von der Mineralölsteuer, bei der Erhöhung der Finanzen für den Tourismus oder beim Entscheid für eine Schneesportoffensive.

Vor knapp einem Monat haben Sie in einem Rating der einflussreichsten Bundesparlamentarier sehr gut abgeschnitten. Schmeicheln Ihnen solche Umfragen?
Der 7. Rang der im Parlament einflussreichsten, besonders aber der 5. Rang der in den Kommissionen einflussreichsten Parlamentarier und der 2. Platz der «stillen Schaffer» haben mich gefreut. Und zwar als Anerkennung für meine Arbeit.

Bei den diesjährigen Wahlen geht es mitunter auch um einen zweiten Oberwalliser Nationalratssitz. Wie ist Ihre Einschätzung?
Unser Kanton hat aufgrund der Bevölkerungsentwicklung neu einen Sitz mehr. Da steht meines Erachtens die Chance gut, dass ein zusätzlicher Sitz ins Oberwallis kommt.

Fast alle Oberwalliser Parlamentarier sprechen sich für einen Wolfsabschuss aus. Wie stehen Sie zum Wolf?
Für mich hat der Wolf in unserem dicht besiedelten Gebiet keinen Platz.

Was für Lösungsansätze sehen Sie in der Flüchtlingskrise?
Wichtig ist die Hilfe vor Ort, damit Menschen überhaupt nicht mehr flüchten müssen, oder dass sie nach einer Beruhigung der Situation im eigenen Land wieder in die Heimat zurückkehren können, so wie das mit den Flüchtlingen aus Ex-Jugoslawien der Fall war. 55 000 Menschen haben bei uns Schutz gesucht und gefunden. 45 000 davon sind nach Kriegsende wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Wer an Leib und Leben gefährdet ist, muss bei uns Schutz finden. Deshalb muss die Schweiz auch bei einem europäischen Verteilschlüssel mitmachen.

Die Wahlprognosen sagen starke Verluste für die Mitteparteien voraus. Würde das Ihre Arbeit erschweren?
Die Abstimmungen im Parlament sowie beim Stimmvolk zeigen, dass die Mitte umsetzbare Lösungen bringt. Nicht die Extreme, sondern der gesunde Menschenverstand der Mitte garantiert den Erfolg unseres Landes. So hoffe ich, dass sich die Wählerinnen und Wähler, die an konkreten Lösungen interessiert sind, angesichts der Prognosen stark mobilisieren und ihre Verantwortung wahrnehmen. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die extremen Pole nur Blockaden bringen. Bei einer Schwächung der Mitte würde dies noch schlimmer.

Walter Bellwald

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