Nachgefragt | Turtmann

«In meinem neusten Film geht es ‹drubär und drunnär›»

Regisseur Nicolas Steiner.
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Regisseur Nicolas Steiner.
Foto: Coyright Laura Kilian

Quelle: RZ 0

In seinem neusten Film «Above and Below» erzählt Nicolas Steiner vom Überleben in einer ungewohnten Umgebung. Steiner über sein neustes Werk und seinen Auftritt an den Oberwalliser Filmtagen.

Nicolas Steiner, Ihr Film «Above and Below» erzählt von Überlebenskünstlern in einer Welt voller Herausforderungen. Wieso haben Sie dieses Thema gewählt?
Im Grunde geht es ums alltägliche Überleben mehrerer Helden (Protagonisten) in Lebensräumen einer kargen und uns eher ungewohnten, aber nicht unspektakulären Wüste. Als ich am San Francisco Art Institute studierte, habe ich eine Fotoserie über Geisterstädte gemacht. Städte, die noch erkennbar sind, aber nicht mehr existieren. Ich habe nach Leben an verlassenen Orten gesucht. Zudem gefiel mir das archaische, das Raue der Wüste. Dort bin ich auf Cowboys («Kuhjungs»), Ghosts («Geister») und Aliens («Fremdartige») gestossen. Diese Begegnungen verpackte ich in eine dokumentarische Reise. Innerhalb dieses Konzepts geht es um die alltäglichen Schwierigkeiten, Schönheiten, Fragen und Geschichten der Menschen, die an diesen Orten leben. Es geht «drubär und drunnär» – «Above and Below». Die Arbeit an diesem Film hat mich sehr bewegt und verändert.

Der Film spielt in den USA. Wie aufwendig waren die Dreharbeiten?
Die Dreharbeiten kann man für einen Abschlussfilm einer deutschen Filmhochschule wohl eher als aufwendig einstufen. Mit beschaulichem Budget losgezogen, war es ein langer und intensiver Dreh. Ich fühlte mich aber gerüstet: Eine fundierte Recherche und ein leidenschaftliches Team voller Talente und motivierter Krampfer im Rücken gaben Sicherheit. Herausfordernd war sicher unser eigener Anspruch, den Film für die grosse Leinwand zu gestalten, was uns technisch viel abforderte.

«Above and Belove» hat schon zwei Filmpreise eingeheimst. Was bedeuten Ihnen diese Auszeichnungen?
Die Preise sind eine motivierende Anerkennung und können dem Film weiterhelfen. Toll ist, dass der Film durch seine weltweite Festivalpräsenz viele Zuschauer anspricht und polarisierende Kritiken mit sich zieht.

Mit Ihrem neuen Streifen sind Sie auch an den Oberwalliser Filmtagen zu Gast. Freuen Sie sich darauf?
Ich schätze die Einladung sehr. Das wird ein Kinoerlebnis im Stockalperhof und gibt Energie für Neues. Zudem darf ich bei dem Gespräch nach dem Film endlich mal reden, wie mir mein Schnabel gewachsen ist. Da­rauf freue ich mich. Und auf Freunde, Familie und Bekannte. Ein Heimspiel.

Walter Bellwald

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