Visp | Berufs-ABC Kosmetikerin

«Als Kosmetikerin ist man oftmals auch Psychologin»

Lehrmeisterin Elly Schweizer (l.) mit der Lernenden Lara Müller.
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Lehrmeisterin Elly Schweizer (l.) mit der Lernenden Lara Müller.
Foto: RZ

Lara Müller bei ihrer Arbeit als Kosmetikerin.
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Lara Müller bei ihrer Arbeit als Kosmetikerin.
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Lara Müller bei ihrer Arbeit als Kosmetikerin.
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Lara Müller bei ihrer Arbeit als Kosmetikerin.
Foto: Walliser Bote

Quelle: RZ 0

Lara Müller aus Glis steht am Beginn des dritten und letzten Lehrjahres als Kosmetikerin beim Kosmetiksalon «Elly» in Visp.

Allerdings ist dies bereits ihre zweite Ausbildung. Zuvor machte sie bereits die Coiffeurlehre. «Ich wollte eigentlich damals schon Kosmetikerin lernen, fand jedoch keine Lehrstelle. Dann machte ich eine Schnupperlehre in einem Coiffeurbetrieb und sogleich wurde mir die Stelle angeboten», erklärt die 20-jährige Gliserin. So sei ihr während der Lehrzeit für die Suche nach einem geeigneten Kosmetik-Lehrbetrieb mehr Zeit zur Verfügung gestanden. Am Beruf der Kosmetikerin gefällt ihr die Abwechslung, die er mit sich bringt. «So gehören Gesichtsbehandlungen, Haarentfernung, Nagel­pflege, Make-up oder aber das Färben von Wimpern zu den vielfältigen Aufgaben», erklärt sie. Viel Wissen rund um diese Bereiche würde in der Berufsfachschule in Bern übermittelt. Diese besucht Lara einmal pro Woche. Ebenfalls in Bern finden zusätzlich in den ersten zwei Lehrjahren je sechs Tage überbetriebliche Kurse statt. «In der Oberwalliser Berufsfachschule werden keine Kosmetikerinnen ausgebildet, weil es hier zu wenig Lehrbetriebe gibt, erklärt Laras Lehrmeisterin Elly Schweizer. Wie Lara weiter sagt, liebe sie Kundinnen, bei welchen sie die Fingernägel frei nach ihrem eigenen Wunsch pflegen und gestalten könne. «Da kann ich mich auch künstlerisch entfalten.» Dazu brauche es aber ein gewisses handwerkliches Geschick und eine Brise künstlerische Affinität. Als eine Eigenheit des Berufs als Kosmetikerin dürfe der psychologische Aspekt nicht aus­ser Acht gelassen werden, erklärt Elly Schweizer. «Während einer Behandlung schütten unsere Kundinnen oft ihr Herz aus», sagt sie. Teils handle es sich um oberflächliche Sorgen und Nöte, manchmal aber würden persönliche Geschichten richtig unter die Haut gehen. Damit aber lerne man mit der Zeit umzugehen. «Zudem gilt bei uns eine absolute Schweigepflicht.» Apropos Kundinnen, sind auch männliche darunter? «Ja», so Schweizer. Bei ihr seien es rund fünf Prozent. Zudem könne der Beruf auch von Männern erlernt werden. «Als Lehrabgänger hat man zudem sehr guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Gut ausgebildete Fachleute finden immer eine Stelle», ist Schweizer überzeugt.

Peter Abgottspon

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