Fasnacht 2016 | Region

Die närrische Zeit beginnt

Die Narren sind los: Die schönste Jahreszeit verspricht wieder einige Höhepunkte.
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Die Narren sind los: Die schönste Jahreszeit verspricht wieder einige Höhepunkte.
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Während in Susten und Leuk-Stadt die Fasnacht schon eröffnet wurde, steht in anderen Regionen das närrische Treiben in den Startlöchern.

ie fünfte und für viele wohl schönste Jahreszeit steht vor der Tür. Im ganzen Oberwallis wird bis am Aschermittwoch gefeiert, bis der Notarzt kommt. Einer der Fasnachtshöhepunkte ist der grosse Oberwalliser Fasnachtsumzug, der dieses Jahr in Naters stattfindet.

Finanzieller Kraftakt

«Wir sind auf der Zielgeraden und freuen uns auf die Fasnachtseröffnung mit dem Drachenausbruch», sagt Mathias Sprung, Graf Zeremoni und rechte Hand von Fürstgraf Jozzelin XI. Die Drachentöter sind dieses Jahr nicht nur für den traditionellen Drachenausbruch, den Kinderumzug und den bunten Abend verantwortlich, sondern organisieren turnusgemäss auch den Oberwalliser Fasnachtsumzug. «Das bedeutet für uns einen grossen Mehraufwand. Darum haben wir auch ein separates Organisationskomitee gegründet», sagt Sprung. Auch der finanzielle Aufwand sei enorm. «Allein die Bewilligung für den Anlass, die Stras-sensperren, Securitas, Feuerwehr, Werbung, Kommissäre und das Preisgeld belaufen sich auf rund 30 000 Franken. Das Geld müssen wir über den Verkauf von Plaketten wieder hereinbekommen», so Sprung. Nichtsdestotrotz freue man sich riesig auf die närrische Zeit. «Vor allem der Drachenausbruch ist für mich als Natischer der eigentliche Höhepunkt der Fasnacht.»

Zeit und Hektik ausblenden

Währenddessen wurde in Leuk und Susten die diesjährige Fasnacht schon eröffnet. «Die Vorbereitungen nehmen immer viel Zeit in Anspruch», erklärt Dominique Russi alias Dominique Mageran. Wie in anderen Narrenzünften beginnen auch hier die Arbeiten auf die bevorstehende Fasnacht bereits im Herbst. «Wir sind zwar ein eingespieltes Team, trotzdem gibt es immer wieder viel zu tun.» Auch in Leuk und Susten ist der Umzug einer der Höhepunkte der Fasnacht. An die 40 teilnehmende Gruppen werden erwartet. «Vor allem aus dem Unterwallis spüren wir in den letzten Jahren einen starken Zulauf», erklärt Russi. «Das hat damit zu tun, dass dort die Fasnacht später anfängt.» Wie andernorts auch sei der Umzug eine defizitäre Angelegenheit. «Allein in die Sicherheitsmassnahmen und die Beschallung müssen wir viel Geld investieren», hält Russi fest. Genaue Zahlen nennt er keine. «Demgegenüber können wir mit unserer Fasnachtszeitung «Schlangu-Doru» finanziell einiges wettmachen, auch wenn der Verkauf zurückgeht.» Auf die Fasnacht angesprochen, kommt Russi ins Schwärmen. «Es gibt nichts Schöneres, als zweieinhalb Wochen aus dem Alltag auszubrechen und die Zeit zu vergessen.» Und zwar im wörtlichen Sinne. «Während der Fasnacht trage ich keine Uhr», verrät der Mageran. «Ich geniesse es, den Alltag ohne Zeitdruck zu verbringen.»

Martiniball und Bäjizunft-Jubiläum

In Visp organisieren dieses Jahr die Martinizunft Visp und der Fasnachtsverein Rittirätscher Eyholz den traditionellen Martiniball. Dabei soll einerseits mehr Wert auf die Dekoration der Halle gelegt werden, aber auch die Prämierung der «Maschgini» soll aufgewertet werden. «Viele Gruppen investieren viel Zeit und Geld in ihre Arbeit. Diesem Umstand wollen wir Rechnung tragen und die ‹Maschgini› besser präsentieren», verrät Pascal Furger, Präsident der Rittirätscher. Auch in Brig und Glis laufen die letzten Fasnachtsvorbereitungen auf Hochtouren. So zählt das Kasbahfest und der Schnitzelbank-abend zu den Höhepunkten in Brig. Ein besonderes Jubiläum findet dieses Jahr in Glis statt: Die Bäjizunft feiert ihr 50-jähriges Bestehen.

Walter Bellwald

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