Wolfsdebatte | Volksinitiative auf gutem Weg

Die Uhr tickt gegen den Wolf

Gehts nach dem Willen der Initianten, soll der Wolfsbestand reguliert werden.
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Gehts nach dem Willen der Initianten, soll der Wolfsbestand reguliert werden.
Foto: RZ-Symbolbild

Quelle: RZ 0

Die Volksinitiative «Für ein Wallis ohne Grossraubtiere» ist auf gutem Weg. Bis heute haben die Initianten mehr als zwei Drittel der benötigten 6000 Unterschriften gesammelt.

«Wir sind sehr gut unterwegs», zeigt sich CVP-Grossrat Guido Walker zufrieden. Überrascht zeigt sich der Initiativpräsident, dass man in nur knapp drei Monaten fast 5000 Unterschriften beisammen hat. «Das zeigt auf, dass das Thema die Leute nicht nur interessiert, sondern auch beschäftigt, zieht Walker Bilanz.

Regulierung gefordert

Im Mai dieses Jahres wurde unter der Ägide der C-Parteien eine Initiative zur Regulierung der Grossraubtiere im Wallis lanciert. «Es braucht den Schutz vor Grossraubtieren und die Regulierung des Wolfsbestands mehr denn je», heisst es im Initiativtext. Ihre Forderung: Der Staat soll Vorschriften zum Schutz von Grossraubtieren und zur Beschränkung und Regulierung des Bestands erlassen. «Insbesondere ist die Einfuhr und Freilassung von Grossraubtieren sowie die Förderung des Grossraubtierbestands verboten», heisst es weiter. «Wir wollen, dass der Kanton die Regulierung an die Hand nimmt, damit sich Menschen und Tiere wieder ohne Angst bewegen können», sagt Walker. Dass die Initiative unter dem Deckmantel der Grossraubtiere in erster Linie den Wolfsbestand regulieren will, verhehlen die Initianten nicht. «Der Wolf ist eine stete Gefahr für Mensch und Tier, weil er zusehends seine Scheu verliert und sich in der Nähe von Wohnagglomerationen aufhält. Das verunsichert Kinder, Wanderer und Berggänger, weil sie nicht wissen, wie sie sich gegenüber Grossraubtieren verhalten sollen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich ein Unfall ereignet», mutmasst Walker.

Thema polarisiert

Dem 13-köpfigen Komitee unter ­Guido Walker gehören auch CVP-Ständerat Beat Rieder sowie CVP-Nationalrätin ­Viola Amherd und CSP-Nationalrat Roberto Schmidt an. «Wir sind sehr froh, dass wir auch politische Grössen für unsere Initiative gewinnen konnten», sagt Walker. Dass das Thema Wolf nur zu politischen Werbezwecken missbraucht werde, lässt Walker nicht gelten. «Hier geht es um die Berglandwirtschaft, den Forst und den Tourismus. Darum ist es wichtig, dass wir endlich handeln.» Man sei sich sehr wohl bewusst, dass das Thema polarisiere. «Darum ist es uns umso wichtiger, auf einer sachlichen Ebene aufzuzeigen, dass ein besserer Schutz und die Regulierung von Grossraubtieren unabdingbar sind», ergänzt Walker.

Walter Bellwald

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