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Grächen will Millionenprojekt

Das Bergrestaurant Hannigalp ob Grächen soll für 3,6 Millionen Franken umgebaut werden.
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Das Bergrestaurant Hannigalp ob Grächen soll für 3,6 Millionen Franken umgebaut werden.
Foto: zvg

Während den Bauarbeiten werden die Gäste im Restaurant Hannighüsli bedient.
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Während den Bauarbeiten werden die Gäste im Restaurant Hannighüsli bedient.
Foto: zvg

Quelle: RZ 3

Das Bergrestaurant auf der Grächner Hannigalp muss dringend saniert werden. Geld ist aber keines vorhanden. Mit einem Baurechtsvertrag soll das Problem nun gelöst werden.

Das Bergrestaurant Hannigalp auf gut 2100 Meter Höhe ist seit dem Bau vor gut 40 Jahren in die Jahre gekommen. Weil seither keine grösseren Investitionen getätigt wurden, befindet sich das Gebäude mittlerweile in einem schlechten Zustand. Zudem entspricht das Konzept mit einer klassischen «Fassstrasse» für die Ausgabe der einzelnen Mahlzeiten nicht mehr den zeitgemässen Ansprüchen eines Selbstbedienungsrestaurants. Grund genug für die Burgergemeinde, in deren Besitz sich das Restaurant befindet, zu handeln.

Neues Konzept

«Die Gastronomie im Skigebiet ist heute wichtiger denn je», erklärt Gemeinde- und Burgerpräsident Christof Biner. Darum soll das Restaurant komplett umgebaut werden. Geplant ist dabei unter anderem die energetische Sanierung sowie die Einführung eines Free- Flow-Betriebskonzepts. Mit diesem kann sich der Gast bei der Speisenausgabe im Ausgabebereich der Mahlzeiten frei bewegen und in aller Ruhe die einzelnen Speisen auswählen.

Burgergemeinde hat kein Geld

«Das Projekt kostet insgesamt 3,6 Millionen Franken», erklärt Biner. Aber aufgrund der prekären finanziellen Situation der Burgergemeinde könne diese die Kosten nicht stemmen. Dafür soll die Touristische Unternehmung Grächen AG (Tug) in die Bresche springen. Diese hat dafür den Bereich «Gastro» gegründet. Dieser wiederum übernimmt das Restaurant im Baurecht, baut um, betreibt es dann während 50 Jahren und entrichtet entsprechenden Baurechtszins an die Burgergemeinde. «Die Tug steht finanziell so weit gut da, sodass sie das Ganze mit Eigen- und Fremdkapital finanzieren kann», erklärt Biner. Der Plan sieht vor, dass jedes Jahr 100 000 Franken Baurechtszins bezahlt wird. Mit dem restlichen Anteil des Cashflows sollen dann laufende Investitionen getätigt sowie das für den Umbau notwendige Fremdkapital verzinst werden.

Notwendiges Ja der Burger

Läuft alles nach Plan, sollen die Bauarbeiten im Sommer 2017 ausgeführt werden. «Während den Bauarbeiten wird das Restaurant Hannighüsli, welches sich in unmittelbarer Nähe zum Restaurant Hannigalp befindet, für die Besucher geöffnet sein», erklärt Biner. Das sei für die Sommergäste keine ungewöhnliche Situation, da das Restaurant Hannigalp in der Vergangenheit im Sommer sowieso nicht betrieben worden sei. Über den Baurechtsvertrag befinden die Burger von Grächen an der kommenden Burgerversammlung vom 3. Dezember.

Peter Abgottspon

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Kommentare

  • Daniel - 77

    Dass eine solch kleine Gemeinde wie Grächen das nicht selbst stemmen kann, ist klar. Warum gibt der Kanton oder der Staat nicht dafür Gelder frei? Die Schweiz ist nun mitnichten ein armes Land. Als Eigentümer eines Chalets in Grächen zahle ich Gemeinde-, Kantons- und Bundessteuern. Warum eigentlich, wenn der Bund oder der Kanton sich bei solchen Themen, die der Gemeinde helfen würden, nicht unter die Arme greift? Grächen versucht es doch an allen Ecken und Enden, aus der finanziellen Misere herauszukommen und bietet insbesondere für Familien inzwischen so viel. Wenn man vor Wahlen wie jetzt zuletzt durchs Wallis fährt, macht jeder Kandidat lautstark Versprechungen, was nicht alles besser werden wird. Aber was genau wird denn für die einzelnen Gemeinden konkret gemacht?

  • Herbert - 102

    Nur weil das Land reich ist, heisst es ja nicht das jeder Bürger oder jede Gemeinde reich ist. Vor kurzem stand ja auch in der Zeitung das jeder Schweizer etwa 400000franken auf der Seite hat. Ist aber nur der Durchschnitt. Den treiben Manager mit ihren Millionengehälter natürlich extrem nach oben

  • Renate - 324

    Wo ist denn das ganze Geld geblieben? Wir sind doch ein reiches Land, aber man ließt überall von leeren Kassen - eine Schande.

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