Grächen | Grächner Gemeinderat wird kritisiert

Hetzkampagne wegen Tannenbäumen

Die drei alten Tannen auf dem Dorfplatz in Grächen …
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Die drei alten Tannen auf dem Dorfplatz in Grächen …
Foto: RZ

… sind entfernt worden und werden durch drei neue ersetzt.
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… sind entfernt worden und werden durch drei neue ersetzt.
Foto: RZ

Quelle: RZ 0

Nachdem er auf dem Grächner Dorfplatz drei Tannen entfernen liess, wurde der Grächner Gemeinderat im Internet aufs Übelste beschimpft.

Via Facebook wurde der Grächner Gemeinderat übel diffamiert. «Wir sind im Internet als Trottel beschimpft worden», erklärt Christof Biner, Gemeindepräsident von Grächen. Der Grund mutet verhältnismässig nichtig an.

Tannen müssen ersetzt werden

Bekanntlich zieren drei Tannen das Grächner Gemeindewappen. Drei Tannen standen auch lange Jahre auf dem Dorfplatz und stellten eine Art Wahrzeichen des Ortes dar. Neuen Besuchern vermittelten sie einen ersten Eindruck vom Dorf. Im Laufe der Jahre wurden diese Tannen immer grösser und ihr ausgedehntes Wurzelwerk fing an, Probleme zu bereiten. So wurde etwa der Dorfbrunnen beschädigt und musste schon mehrfach saniert und abgedichtet werden. Dann begann eine Tanne abzusterben, eine andere wurde immer dürrer. Der optische Eindruck der Bäume liess immer mehr zu wünschen übrig. Darauf wurde der Gemeinderat sowohl von Einheimischen wie auch von Gästen mehrfach hingewiesen. Aus diesem Grund hat der Grächner Gemeinderat beschlossen, die drei Bäume durch kleinere Tannen zu ersetzen. Eigentlich eine Routineangelegenheit, die innerhalb der Kompetenzen der Gemeinde liege, wie Biner unterstreicht. Trotzdem geriet dieser Entschluss einigen offenbar in den falschen Hals.

Shitstorm im Facebook

«Im Facebook wurde eine regelrechte Hetzkampagne gegen uns geführt», sagt Biner. Dem Gemeinderat wurde ein selbstherrliches, eigenmächtiges Gehabe vorgeworfen, ohne dass er die Öffentlichkeit richtig informiere. «In Wirklichkeit geht es den Kritikern wohl eher weniger um die Tannenbäume», erklärt Biner. Diese dienten einigen bloss als Anlass, um Mitglieder des Gemeinderats persönlich zu verun­glimpfen. «Da sind persönliche Animositäten im Spiel», glaubt der Gemeindepräsident. Erstaunlich auch, dass einige der Schreiber nicht mal in Grächen wohnhaft seien. «Schade, dass das Dorf Grächen durch derartige Geschichten unnötig in einem schlechten Licht erscheint», findet Biner. In der Zwischenzeit sind die gröbsten Kommentare im Facebook entfernt worden. Die drei neuen Tannen werden wie geplant im Laufe der nächsten Wochen auf dem Dorfplatz gepflanzt.

Frank O. Salzgeber

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