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Rechtsberatung für Flüchtlinge

Susanne Andenmatten bei einer der Rechtsberatungen des Forums Migration.
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Susanne Andenmatten bei einer der Rechtsberatungen des Forums Migration.
Foto: zvg

Quelle: RZ 10

Das Forum Migration Oberwallis bietet Flüchtlingen eine kostenlose Rechtsberatung an. Bezahlt wird diese ausschliesslich mit Geldern des Vereins.

Jeden Freitagnachmittag können sich Flüchtlinge in Visp kostenlos in rechtlichen Fragen beraten lassen. Angeboten werden die Beratungen von Jura-Studentin Susanne Andenmatten. «Die Anliegen der Flüchtlinge sind sehr unterschiedlich», erklärt sie. «Manche haben Fragen zu Bescheiden, die ihre Aufenthaltsbewilligung betreffen. Andere wollen wissen, welche Möglichkeiten bestehen, ihre Familie nachzuholen.» So sind ihre zwei Stunden Beratung pro Woche auch gut besucht. Eine Zunahme aufgrund der aktuellen geo­politischen Situation kann Andenmatten jedoch nicht feststellen. «Es ist nicht so, dass ich in den letzten Monaten überrannt wurde», sagt sie. «Zu tun habe ich aber dennoch genug.»

Nur Beratungen

Da Andenmatten noch Jura-Studentin und keine lizenzierte Anwältin ist, sind ihrer Hilfe für die Flüchtlinge Grenzen gesetzt. «Wenn die Menschen einen ­lizenzierten Anwalt brauchen, zum Beispiel einen, der sie vor Gericht vertritt, so muss ich sie nach Sitten ans Centre Suisses-Immigrés verweisen», erklärt sie. «Dort finden sie dann einen juristischen Beistand.» Das komme allerdings nicht so häufig vor, sagt Andenmatten weiter. «In den meisten Fällen reichen meine Beratungen, um das Problem zu lösen. Oft geht es nur darum, dass man den Flüchtlingen erklärt, was zum Beispiel genau in den Briefen steht, die sie von den Behörden erhalten haben.» Dazu ist oft etwas Kreativität bei der Kommunikation nötig. «Ich versuche mich mit Deutsch, Französisch und Englisch durchzuschlagen», sagt Andenmatten. «Falls das nicht reicht, bringen die Mandanten in den meisten Fällen Angehörige oder Freunde mit, die für sie übersetzen.» Nur ganz selten müsse sie auf die Dolmetscher des Forums zurückgreifen.

Aus der eigenen Tasche bezahlt

Der Service der Rechtsberatung ist für alle Flüchtlinge kostenlos. «Sobald sie eine Aufenthaltsbewilligung haben, können sie das Angebot jedoch nicht mehr in Anspruch nehmen», sagt ­Jasmin Cina, Geschäftsführerin des ­Forums Migration. «Für die Rechtsberatung erhalten wir keine Gelder von der öffentlichen Hand. Die Kosten trägt unser Verein.»

Martin Meul

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Kommentare

  • Hans Schmid - 1331

    Vielen Dank - sehr schön zu sehen dass es Menschen gibt die sich auf eine solche Art einsetzen.

  • franzisca - 4018

    am liebesten die ganze bagasche nach hause schicken ...die muessen sich anständig benehmen ...ich bin kein Rassist ..aber ....
    die ewig gestrigen haben wieder zugeschlagen ....statt mal positiv zu sein ...den menschen wird auch so geholfen sich zu integrieren ....solche Projekte sind wichtig und sollten noch mehr unterstuetzung bekommen

  • Klara Zenruffinen - 2539

    Die frustrierten Ewiggestriegen sind wieder beim Brandstifften. Zum schämen

    • Szenen-Kenner - 91

      Heute hat die Klara keine Zeit um Kommentare zu schreiben, Sie macht heute das was Sie kann" nämlich Putzen

  • Peter - 5019

    Ein Hoch auf die Asylindurstrie!!!

  • Migrations-Skeptiker - 4814

    Und von wem erhält der Verein das Geld?

    • Olaf - 1436

      Nicht von dir?
      Skreptiker bezahlen in diesem Land keine Steuern, fahren aber mit dem Auto zur Arbeit. (Profotieren also von der Infrastruktur)

  • brixerl - 7338

    Werte Frau Andenmatten,
    helfen Sie den Oberwallisern, alle sind nicht reich, sonst ist es besser, Sie helfen vor Ort in Syrien.

    • marteons - 2538

      Welchen Schweizern soll sie helfen ?
      Etwa den Wutbürgerkesbopfernopfervonpolizeiwillkür(betrunkenautogefahrenlappenwegjobweg)verschwörungstheoretikern

    • why - 4735

      Helfen Sie denn den weniger reichen Oberwallisern, brixerl? Natürlich wäre es wünschenswert, wenn es in den betroffenen Ländern gar nicht erst zu bewaffneten Konflikten kommen würde und humanitäre Hilfe vor Ort ist wichtig. Und natürlich wäre es wünschenswert, wenn es im Oberwallis keine – nach westlicher Definition – Armut mehr gäbe… Ich finde es jedoch anmassend darüber zu urteilen wer besser wo helfen sollte, helfende Hände werden an so vielen Stellen gebraucht, da sollten wir um jede dankbar sein.

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