Leuk-Susten | Wegen verordnetem Schulweg zu Fuss

Umstrittene «fitte Kids»

Die Kinder beim Fussmarsch auf dem ehemaligen Bahntrassee.
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Die Kinder beim Fussmarsch auf dem ehemaligen Bahntrassee.
Foto: zvg

Quelle: RZ 1

Damit sich die OS-Schüler von Leuk mehr bewegen, laufen sie nach der Schule bis zum Bahnhof. Die Meinungen zum Projekt «Fitte Kids» fallen unterschiedlich aus.

Seit den Sportferien sind die OS-Schüler von Leuk aktiv unterwegs. Anstelle dass sie vor dem Leuker Schulhaus in den Schulbus steigen, fährt dieser vom Bahnhof ab. Will heissen: Die Kinder laufen jeweils am Abend nach Schulschluss auf dem alten LLB-Bahntrassee bis dorthin. Nebst mehr Bewegung sollen damit auch die sozialen Kontakte unter den Kindern gefördert werden. Anstelle des «Umwegs» zum Bahnhof besteht für die Kinder aus Varen zudem die Möglichkeit, direkt über die Varnerbrücke zu Fuss nach Hause zu gelangen. Wie der Leuker Schuldirektor Bernhard Fux erklärt, bedarf es aber für diesen rund 20-minütigen Heimweg der schriftlichen Einwilligung der Eltern. Vorerst wird die Idee bis zum Ende des laufenden Schuljahres durchgeführt. «Es handelt sich um einen Versuch», sagt er. Anzumerken gelte dabei, dass sich trotz des längeren Fusswegs der Schulweg der Kinder zeitlich nicht verlängere. Wegen anderweitigen Anpassungen würden die Kinder zur gewohnten Zeit an ihre Wohnorte der umliegenden Gemeinden eintreffen. «Aber mit dem erwünschten Nebeneffekt, etwas für ihre Gesundheit getan zu haben», betont der Schuldirektor.

Heikle Rechtslage

Wie sind die gemachten Erfah­rungen seither? «Unterschiedlich», sagt Fux. Gewisse Eltern seien der Meinung, dass der Schulweg Sache der Eltern sei und sich die Schule dabei nicht einzumischen habe. Dieser Einwand ist nicht unbegründet, wie Fux weiss. Denn wie er erklärt, falle der Schulweg rechtlich gesehen tatsächlich in die Verantwortung der Eltern. «Weil wir uns dieser heiklen Situation bewusst sind, haben wir das Ganze vorgängig rechtlich abklären lassen.» Auch die Rückmeldungen der Schüler seien bis jetzt unterschiedlich ausgefallen. «Im Grossen und Ganzen aber gut», meint der Schuldirektor. Nichtsdestotrotz plant Leuk – falls es sich bewährt – das Projekt allenfalls über das laufende Schuljahr ­hinaus weiterzuführen.

Peter Abgottspon

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Kommentare

  • Markus Imbodu, Visp - 517

    Das die Helikopter-Eltern dagegen sind wundert mich kaum. Für mich im Alltag erschreckent das viele Leute ohne Auto nicht mehr von A nach B ein paar Meter sich bewegen können...

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