Region | Oberwallis

Verbissschäden mit neuer Methode überwachen

Nehmen die Verbisschäden durch Wild zu?
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Nehmen die Verbisschäden durch Wild zu?
Foto: Annamartha/pixelio.de

Quelle: RZ 0

Dank einer neuen Kontrollmethode sollen die Verbissschäden im Oberwallis besser überwacht und erfasst werden.

Für junge Bäume ist der Verbiss der frischen Triebe durch Wildtiere ein ernstes Problem. «Ist der Verbiss stark genug, kann dies bis zum Absterben der jungen Bäume führen», erklärt Kreisförster Alban Brigger. Die Forstreviere sind darum darauf angewiesen, dass genaue Daten über Zu- oder Abnahme von Verbissschäden vorliegen.

Weniger subjektives Ermessen

Bis anhin war die Überwachung der Wildschäden an Bäumen eher subjektiv. Seit dem vergangenen Jahr wird nun auch im Oberwallis die Methode «Rüegg» angewandt. Dabei wurden in der Region acht Kontrollflächen eingerichtet, die Aufschluss über den Verbiss geben sollen. Die Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL umschreibt die Vorteile der neuen Methode wie folgt: «Die Verbissintensität ist so eine eindeutig definierte Grösse und lässt bei ihrer Erhebung für die Feld­equipe keinen subjektiven Ermessensspielraum offen.» Da ein festgelegter Richtwert für den Verbiss bestehe, habe man eine messbare Zielgrösse und könne Veränderungen objektiv feststellen. Zudem könne man von der untersuchten Fläche Rückschlüsse auf ein viel grösseres Gebiet ziehen.

Noch zu wenig Daten

Die so eingerichteten Flächen liefern den Oberwalliser Forstrevieren nun Daten über den Verbiss. Kreisförster Brigger sagt dazu: «Es zeigt sich, dass wir ein paar Regionen haben, in denen der Verbiss an der oberen Grenze liegt, zum Beispiel im Aletschgebiet.» Von einer Zunahme des Verbisses will Brigger aber nicht sprechen. «Dazu fehlen uns schlicht noch die Daten», sagt der Kreisförster für das Oberwallis. «Mit den eingerichteten Kontrollflächen haben wir nun einen Ausgangswert geschaffen. Ob es eine Zu- oder Abnahme gibt, können wir aber erst in der kommenden Zeit sagen, wenn wir die Daten miteinander vergleichen können.» Dies dürfte in zwei bis drei Jahren der Fall sein, wenn die Daten erneut erhoben werden.

Martin Meul

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