Region | Wegen einer weiteren Autobahnbaustelle

Vispertaltunnel geht wieder zu

Kaum offen, ist die nächste Sperrung des Vispertaltunnels schon in Planung.
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Kaum offen, ist die nächste Sperrung des Vispertaltunnels schon in Planung.
Foto: RZ

Quelle: RZ 0

Die Freude ist nur von kurzer Dauer. Nachdem der Vispertaltunnel vor Kurzem wieder eröffnet wurde, ist die nächste Schliessung schon geplant.

«Ja, es stimmt», heisst es vom kantonalen Amt für Nationalstrassen. «Der Vispertaltunnel wird noch einmal für längere Zeit geschlossen.» Leider sei die Schliessung unumgänglich.

Zwei Jahre zu

Weil der Vispertaltunnel Bestandteil der Autobahn ist, wurde dieser während der nun zu Ende gegangenen Schliessung entsprechend angepasst. Dabei wurde die Verzweigung erstellt, welche zukünftig vom Saas- oder Nikolaital herkommend die Einfahrt vom Vispertaltunnel in den neu und noch zu erstellenden Überwurftunnel bildet. Zudem wurde die Betriebs- und Sicherheitsausrüstung angepasst. Seit Ostern ist er nun bekanntlich wieder offen. Der vor der Schliessung befürchtete Verkehrskollaps im Grossraum Visp ist mehrheitlich ausgeblieben. In rund vier Jahren wird es aber zu einer erneuten Schliessung kommen, welche laut dem Amt für Nationalstrassen vor­aussichtlich zwei Jahre lang dauern wird. Der Grund sei der Bau einer weiteren Verzweigung, welche künftig den Vispertaltunnel mit dem neuen Tunnel Visp verbinde. Auch diese Arbeiten könnten nicht unter laufendem Verkehr ausgeführt werden. Jedoch würden die Auswirkungen aus verschiedenen Gründen kleiner ausfallen als dieses Mal. Bis zur geplanten Sperrung werden demnach mehrere Bauwerke der A9 im Grossraum Visp in Betrieb sein. So werden bekanntlich beide Röhren des Tunnels Eyholz (Staldbach–Grosshüs/Gamsen) im Frühling 2018 eröffnet. Und auch die Nordröhre des Tunnels Visp (Schwarzer Graben–Chatzuhüs) wird laut dem Amt für Nationalstrassen bis dahin im Gegenverkehr offen sein. Somit wird der gesamte West/Ost-Transitverkehr nicht mehr durch Visp geführt.

Auswirkungen für Seitentäler

Aus Richtung Brig herkommend, Richtung Saas- und Nikolaital, kann bis zu diesem Zeitpunkt durch den Tunnel Eyholz gefahren werden. Aus denselben Tälern herkommend wird der Verkehr über den neuen Überwurftunnel Richtung Sitten geführt. Und trotzdem wird es zu Einschränkungen kommen. Diese betreffen den Verkehr aus der entgegengesetzten Richtung sprich von Sitten herkommend in Richtung Saas- und Niko­lai. Hier müssen die Autofahrer während der Zeit der zweijährigen Sperrung ­wiederum den Umweg über die Visper Landbrücke in Kauf ­nehmen.

Peter Abgottspon

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