Raron/Simplon Dorf | Oberwalliser Duell im Donnschtig-Jass

Zweite Chance für Simplon Dorf

Lionel von Däniken spielt für Raron.
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Lionel von Däniken spielt für Raron.
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Oswald Jordan ist der Telefonjasser für Simplon.
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Oswald Jordan ist der Telefonjasser für Simplon.
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Simplon Dorf nimmt Anfang Juli bereits zum zweiten Mal am Donnschtig-Jass des Schweizer Fernsehens teil. Raron dagegen tritt mit einem der jüngsten Jasser aller Zeiten an.

Am 7. Juli kämpfen in Weesen SG zwei Oberwalliser Gemeinden darum, eine Woche später Gastgeber vom Donnschtig-Jass des Schweizer Fernsehens SRF zu werden. Um sich dafür zu bewerben, müssen Gemeinden einige Anforderungen erfüllen. «Die Grösse und das Ambiente des Platzes, von dem aus die Live-Sendung ausgestrahlt wird, muss stimmen», ist etwa beim Schweizer Fernsehen SRF zu erfahren. Es darf namentlich auch keine Baustellen in der Nähe geben. Damit zwei passende Gemeinden gegeneinander antreten können, geht das SRF jedoch auch von sich aus Gemeinden an, in diesem Fall Simplon Dorf, das 2010 schon einmal teilgenommen, aber gegen Visp verloren hat.

Gemeinsame Konkurrenz

Die Organisations-Komitees beider Gemeinden arbeiten eng zusammen. Die Fahrt mit zwei Bussen an den Walensee etwa wird gemeinsam organisiert. Doch da bereits jetzt klar ist, dass eine der beiden Gemeinden den nächsten Donnschtig-Jass organisieren wird, «macht es Sinn, dass man Bestellungen von Getränken oder der In­frastruktur gemeinsam aufgibt», so der Simpiler OK-Präsident Urs Zenklusen, wobei der Lieferort erst am Abend des 7. Juli bekannt sein wird. Wichtig sei aber vor allem, dass der Donnschtig-Jass überhaupt ins Oberwallis kommt, sind sich beide Gemeinden einig, und beide sind überzeugt, auf ihrem Dorfplatz das richtige Ambiente zu haben – ob auf dem Dorfplatz von Simplon, wo 400 bis 500 Gäste zu erwarten sind, oder vor der Kulisse der Burgkirche mit mehr als doppelt so vielen Zuschauern vor Ort.

Können oder Kartenglück?

Trotzdem hoffen natürlich beide Teams darauf, den Sieg ins eigene Dorf zu holen. «Wer bis zur Sendung hin mehr übt, hat die besseren Chancen», rät man etwa beim SRF. «Die Teams haben dabei sogar die Möglichkeit, ein Coaching des Eidgenössischen Differenzler Jass Verbands in Anspruch zu nehmen.» Davon machen aber weder Simplon Dorf noch Raron Gebrauch. Dies, obschon im Oberwallis wenig Differenzler gespielt wird. «In unserer Familie spielen wir meist Schieber mit Doppelkarten», erzählt etwa der achtjährige Lionel von Däniken, der als einer der jüngsten Jasser aller Zeiten mitspielt. «Jetzt üben wir den Differenzler auch in der Familie – und einmal wöchentlich, meist montags, in einem Dorf-Restaurant.» In Simplon Dorf ist dagegen der Donnerstagabend zum Üben reserviert – bei 16 bis 20 Spielen, erzählt Oswald Jordan, der als Telefonjasser nominiert wurde. Klar ist beiden Teams, dass nicht nur das Können, sondern auch das Kartenglück zählt. «Bei der Qualifikation im März hatte ich unglaubliches Kartenglück», erinnert sich Jordan und hofft, dass dieses bis zum Live-Auftritt anhält.

Christian Zufferey

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