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Red Bull als Vorbild für Constantin

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«Ist Christian Constantin schon an Weihnachten weg?», titelte kürzlich ein Onlineportal. Es sei nämlich nicht mehr unvorstellbar, dass er sein Präsidentenamt beim FC Sitten irgendwann nieder­legen werde, liess CC unlängst in einem «Tagesanzeiger»-Interview verlauten und gegenüber dem Westschweizer Fernsehen doppelte er nach: «Ich kann leider nicht ewig bleiben. Gehen wir mal bis Weihnachten und danach werden wir sehen, was es unter dem Baum gibt.» CC weg? Eine schöne Bescherung. Ohne seine Millionen würde der FC Sitten in der Versenkung verschwinden. Klar: In Wirklichkeit will CC nicht abtreten, sondern aufrütteln. Trotz einem der höchsten Budgets sind die Erfolge bescheiden – seit Jahren. Doch ist CC mit seinem Aktionismus zum grossen Teil selbst für die Misere verantwortlich. Vielleicht sollte er sich einen anderen Sportmäzen zum Vorbild nehmen: Dietrich Mateschitz. Der milliardenschwere Red-Bull-Gründer hat Fussballvereine unter anderem in Salzburg, New York und Leipzig gekauft, Akademien in Brasilien und Ghana aufgebaut und zwei Formel-1-Rennställe übernommen. Mehrere Hundert Sportler stehen bei Red Bull unter Vertrag. Im Medaillenspiegel der Olympischen Winterspiele von Sotschi 2014 wäre Red Bull auf Platz acht gelandet, noch vor Österreich, dem Heimatland von Mateschitz. Auch wenn man über das Red-Bull-Sportimperium geteilter Meinung sein kann. Wer mehrmals Formel-1-Weltmeister wurde und in der Fussballbundesliga den RB Leipzig quasi vom Reissbrett innert weniger Jahren zum ersten Herausforderer Bayern Münchens und in die Champions League führte, der hat, zumindest sportlich, vieles richtig gemacht. Das Rezept: Mateschitz hält sich im Hintergrund, scheint aber ein gutes Gespür zu haben, die Schlüsselstellen mit den richtigen Leuten zu besetzen. Ganz sicher käme er nicht auf die Idee, den eigenen Sohn mit 21 zum Sportchef eines Proficlubs zu ernennen. Und das Wichtigste: Er lässt seine Angestellten in Ruhe arbeiten. Das würde vielleicht auch dem FC Sitten Flügel verleihen.

Frank O. Salzgeber

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