Online seit 4.02.2013 7:00
Quelle: 1815.ch / rul
Steg / Raron
«Haus der Generationen»: Noch viel Arbeit
Das Projekt «Haus der Generationen» in Steg befindet sich zurzeit in der Bewilligungsphase. Auf den Vorstand des APH St. Anna, welcher das Projekt realisieren möchte, wartet noch viel Arbeit.

#DOSSIER#Der Vorstand des APH St. Anna möchte das Projekt «Haus der Generationen» realisieren. Doch es gibt noch viel Arbeit zu erledigen, wie die Gemeinderätin von Raron und Vorstandsmitglied des APH St.Anna in Steg, Andrea Lochmatter, gegenüber 1815.ch erklärt.

Phase der Zustimmung

Der Vorstand sei bereit, die erforderlichen Ressourcen bereit zu stellen und alles Notwendige zu unternehmen, damit neue Leistungen wie die familienergänzende Tagesbetreuung für die Region erbracht werden können, erklärt Lochmatter.

«Aktuell befindet sich der Vorstand in der Phase, in welcher wir uns von den Gründergemeinden die Zustimmung für die Statutenänderung und das Organisationsreglement einholen müssen.» Dies werde definitiv an der Generalversammlung im April 2013 erfolgen. «In einem weiteren Schritt erwarten wir die Bewilligung durch den Kanton und den Bund. Die reale Umsetzung kann nur an die Hand genommen werden, wenn diese Etappen erfolgreich abgeschlossen werden konnten.»

Pflege betagter Personen ...

Die Ergebnisse einer im Frühjahr 2012 durchgeführten Umfrage in Raron zeigten, dass statt der Schaffung einer Kita ein regionales, also gemeinsames Projekt, realisierbar wäre. Die Umsetzung dieser Ergebnisse soll durch einen neu zu schaffenden Verein «Haus der Generationen» sichergestellt werden.

«Der neu gegründete Verein würde namentlich in zwei Bereichen Leistungen unter dem Dach des jetzigen APH St. Anna erbringen. Zum einen handelt es sich um den Bereich Betreuung und Pflege betagter Personen. Dabei würde zum jetzigen Angebot auch eine Tages- und eine Nachtbetreuung im Altersheim St. Anna angeboten. Abklärungen betreffend Tagesbetreuung in der Region wurden durchgeführt und zeigten am ehesten ein Bedürfnis in Raron. Noch steht diesbezüglich nichts fest, die Möglichkeit der Schaffung einer Tagesstruktur für Betagte in Raron wird jedoch weiterverfolgt. Auch diese Lösung muss finanziell tragbar sein», wie Lochmatter weiter ausführt.

... und Betreuungseinrichtung für Schüler

In allen Gründergemeinden förderte die Umfrage ein grosses Bedürfnis zutage. Die Umfrage hat jedoch gezeigt, dass nur in Raron betrachtet, dort hauptsächlich eine ausserschulische Betreuung erwünscht wäre, aber für eine Kita zuwenig Nachfrage da war.

«Der zweite Bereich betrifft die familienergänzende Tagesbetreuung für Kinder. Geplant sind in einem ersten Schritt eine Einrichtung für Säuglinge und Kleinkinder sowie eine ausserschulische Betreuungseinrichtung für Schüler im Haus der Generationen in Steg. Den Säuglingen und Kleinkindern von Raron/St.German steht die neue KITA in Steg offen»

In Raron soll dezentral bereits ab dem Schuljahr 2013/2014 ein Mittagstisch betrieben werden. In einem zweiten Schritt würde ebenfalls in Anbindung ans «Haus der Generationen» in Raron eine Einrichtung für die ausserschulische Betreuung von Schülern für das Schuljahr 2015/2016 eröffnet werden. Lochmatter stellt die Schaffung einer Kita denoch in Aussicht: «Wenn die Bedürfnisse konkret nachgewiesen werden können und das Projekt finanziell tragbar ist, kann gleichzeitig eine Säuglings- und eine Kinderkrippe eröffnet werden.»

Bereichernder Austausch

Der Betrieb soll professionell geführt und Fachpersonal nach den Vorgaben des Kantons rekrutiert werden. Die Arbeitsbereiche von Betagtenpflege/-betreuung und Kinderbetreuung werden klar getrennt.

Die Betreuung der Kinder wird durch Fach- sowie durch Hilfspersonen sichergestellt. Durch die Schaffung des «Haus der Generationen» soll der Garten und das Haus von Kindern, Jugendlichen, Familien und Betagten belebt werden. So würden Möglichkeiten eines bereichernden Austausches zwischen Jung und Alt geboten, ist Lochmatter überzeugt.

Zurzeit ungenügende Nachfrage nach Kita

Neben Gampel-Bratsch, Steg-Hohtenn und Niedergesteln ist die Gemeinde Raron eine der vier Gründergemeinden des Alters- und Pflegeheims St. Anna (APH) in Steg. Die anfallenden Investitions- und Betriebskosten des APH tragen die vier Gemeinden gemeinsam.

Alle vier Gründergemeinden des APH St. Anna liessen 2012 betreffend der Notwendigkeit einer familienexternen Tagesbetreuungseinrichtung für Säuglinge, Kleinkinder und Schulkinder eine Abklärung machen. Die im Frühsommer durchgeführte Umfrage in Raron zeigte, dass die Nachfrage für eine Kita ungenügend vorhanden ist, um annähernd kostendeckend zu arbeiten und für den Betrieb Bundessubventionen zu erhalten.

Doch auch der Rarner Gemeinderat hält am Grundsatz der Schaffung einer Kita mit einer ausserschulischen Betreuungseinrichtung für Schüler (ABES) fest. Dies soll aber frühestens 2015 und nur in Kooperation mit dem Alters- und Pflegeheim St. Anna in Steg geschehen, wie in der Dezemberausgabe des «Rarner Blatt» zu lesen war.

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