Online seit 7.02.2012 19:10
Quelle: Walliser Bote / fm
Saftlose Batterien und zähflüssiger Diesel
Kälte setzt auch Autos zu
Überdurchschnittlich, aber nicht aussergewöhnlich: So beschreibt Garagist Roger Imboden die kältebedingte Pannenhäufigkeit auf den Oberwalliser Strassen.

Als VIP-Partner des Touring Club Schweiz (TCS) stellen Imboden und seine Helfer von der Garage Touring in Eyholz den Pannendienst zwischen Turtmann und Lax sicher. Gegen 50 Einsätze das Team seit vergangenem Samstag geleistet. Hilfe benötigten hauptsächlich Feriengäste, die am vergangenen Wochenende die Heimreise antreten wollten. «Am häufigsten suchen die Leute zurzeit Hilfe wegen leerer oder defekter Batterien», berichtet Roger Imboden. Nicht selten versagen bei tiefen Temperaturen auch Dieselmotoren den Dienst. «Dann bilden sich Paraffinkristalle, der Diesel wird zähflüssig und flockig», erklärt Roger Imboden dieses Phänomen. Verklebte Filter blockierten dann die Treibstoffzufuhr. Weitere Pannenursachen seien zurzeit eingefrorene Türschlösser, festgefrorene Handbremsen oder irrtümlich ausgelöste Zentralverriegelungen. 

Derweil liess die Kälte in der TCS-Einsatzzentrale im bernischen Schönbühl auch am Dienstag die Drähte heisslaufen. Aufgrund des Ansturms sei die Zentrale mit 30 Personen voll besetzt. Auch alle 220 Einsätzkräfte des Patrouillendienstes stünden rund um die Uhr im Einsatz, berichtet Gerhard Wyssen, Leiter Pannendienst TCS. Weil viele Helfer inzwischen übermüdet seien und die Kältewelle andauere, kläre man jetzt ab, ob Pannenhelfer aus dem weniger stark betroffenen Wallis ihre Kollegen in der Westschweiz und im Kanton Bern ablösen könnten, sagte Wyssen.

Lesen Sie mehr zum Thema im Walliser Boten vom 8. Februar 2012. 

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