#DOSSIER#In der Romandie ist die Kälte von einer starken bis stürmischen Bise begleitet, die am Genfersee gefrierendes Wasser ans Ufer peitscht. Die tiefsten Temperaturwerte werden bei klarem Himmel und nachlassender Bise in den kommenden Nächten erreicht: In den Niederungen sinkt die Temperatur verbreitet auf -15 bis -20 Grad, in exponierten Muldenlagen können bis -30 Grad erreicht werden. Die Kältewelle dauert noch bis mindestens Mitte der nächsten Woche an.
Die schon seit Tagen über Osteuropa lagernde Kaltluftmasse ist zur Schweiz vorangekommen. Nachdem am Donnerstag noch Bewölkung und Schneefall Teile der Schweiz erfasste, erreichte die kälteste und auch deutlich trockenere Luft in der Nacht auf Freitag insbesondere den Norden der Schweiz, während in den Alpen und im Süden noch feuchtere und weniger kalte Restposten der alten Luftmasse in Form von Dunst, Nebel- oder Hochnebelfeldern liegenblieben.
Kältewelle hält weiter an
Die Kältewelle wird voraussichtlich noch eine weitere Woche anhalten (Stand der Prognose Freitag 3. Februar). Damit steigen die Chancen, dass kleinere Seen komplett und grössere Seen im Uferbereich zufrieren können. Für eine komplette «Seegfrörni» der grossen Seen kommt der aktuelle Kaltlufteinbruch einerseits zu spät im Verlauf des aktuellen Winters und ist andererseits zu wenig nachhaltig.
In den Bergen herrscht am Wochenende mässige bis erhebliche Lawinengefahr, wie das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung mitteilte. Die eisigen Temperaturen machen vielen zu schaffen, so etwa auch den Autofahrern. Batteriepannen, vereiste Türschlösser oder festgefrorene Handbremsen führen beim TCS zu Hochbetrieb. Bei der Einsatzzentrale der Strassenhilfe gehen tausende von Anrufen ein. Der TCS rät Automobilisten, vor dem Anlassen des Motors Stromfresser wie Sitzheizung, Aussenspiegel- und Heckscheibenheizung auszuschalten.



