Online seit 17.04.2012 9:22
Quelle: 1815.ch / pd/rul
Konkursstatistik
Mehr Konkurse im Wallis
Die Insolvenzen, bei denen Firmen wegen Zahlungsunfähigkeit ihre Tätigkeit aufgeben mussten, stiegen gemäss der Analyse von D&B um sechs Prozent auf 1098 Fälle. Dies entspricht dem Trend des Vorjahres. Im Kanton Wallis gingen 63 Firmen pleite – deutlich mehr als noch vor einem Jahr.

#DOSSIER#Im ersten Quartal des Jahres 2012 gab es bei den Insolvenzeröffnungen im Vorjahresvergleich grosse regionale Unterschiede. In der Genferseeregion war der Zuwachs am stärksten, stiegen die Insolvenzen doch um satte 35 Prozent, wie die Wirtschaftsauskunftei Dun&Bradstreet (D&B) in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. Ebenfalls einen starken Zuwachs gab es in der Zentralschweiz (+19%), gefolgt von Zürich (+7%) und der Ostschweiz (+5%). Deutlich weniger Firmeninsolvenzen als im Vorjahr fanden im Tessin statt (-19%), und auch im Espace Mittelland (-14%) sowie in der Nordwestschweiz (-2%) kam es zu einer Abnahme.

Im Kanton Wallis mussten 63 Firmen Konkurs anmelden. Im selben Zeitraum vor einem Jahr waren es 27 Unternehmen, somit resultiert eine Zunahme von 133 Prozent. Im ersten Quartal 2012 gab es in der Schweiz insgesamt 1501 Firmenkonkurse.

In sämtlichen der fünf bevölkerungsreichsten Kantonen der Schweiz, welche zusammen mit 4580 Gründungen rund 45 Prozent aller neuen Firmen im ersten Quartal 2012 generierten, nahmen die Neugründungen gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres ab. Am stärksten war der Rückgang in Zürich (-8%), gefolgt von St. Gallen (-7%). Auch in der Waadt (-5%), im Aargau (-4%) und in Bern (-1%) war ein Rückgang zu verzeichnen. Im Wallis wurden im ersten Quartal 2012 444 Firmen neu gegründet, das entspricht einem Plus von 8 Prozent.

D&B analysierte das Insolvenzrisiko in verschiedenen Branchen. Dazu wurden die Insolvenzen im Januar 2012 im Verhältnis zum Bestand an Firmen in der jeweiligen Branche betrachtet. Der Wert 100 entspricht dem durchschnittlichen Konkursrisiko aller erfassten Konkurse durch Insolvenz in der Schweiz. Ein Wert über 100 bedeutet ein überdurchschnittliches Konkursrisiko. Im ersten Quartal 2012 bestand das grösste Insolvenzrisiko im Gastgewerbe, gefolgt vom Baugewerbe und von den Handwerksbetrieben. Auf der anderen Seite gab es auch sehr insolvenzresistente Branchen. Dazu gehören die Holdings, die Holz- und Möbelindustrie sowie die Immobilienmakler und -verwaltungen.

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