Der Schafhalter und Schutzhundeexperte Walter Hildbrand will auf Anfrage hin mit 30 eigenen Schafen sowie drei Schutzhunden und einem Hirten die Rinder vor weiteren Angriffen schützen. 30 eigene Schafe deshalb, weil man Schutzhunde nicht einfach so in eine femde Herde integrieren kann.
Mit Schafen Rinder vor dem Wolf schützen
Die Idee entstand am Dienstag anlässlich einer Begehung der Alp mit Armin Andenmatten, Pächter der Alp, den fünf Hirten der Alp, Daniel Mettler, Koordinator Herdenschutz Schweiz, sowie Walter Hildbrand, Schutzhundeexperte und Schafhalter. Die 30 Schafe sollen am Abend in der Nähe der Lagerplätze der Rinder mit den Hunden zusammengezogen werden. Walter Hildbrand gegenüber 1815.ch: «Die Präsenz der Schutzhunde in der Nähe der Rinder soll den Wolf vor möglichen weiteren nächtlichen Angriffen abhalten. Sollten der oder die Wölfe nicht vorher geschossen werden, werden wir bis zur Abalpung der Tiere im Herbst vor Ort bleiben.» Hildbrand machte die Umsetzung seiner Idee ausdrücklich davon abhängig, dass das zuständige Departement Melly sowie die Jagdverwaltung die Umsetzung seiner Idee unterstützt, was auch erfolgt ist.
Wolfsjagd beginnt am Freitag
Am Freitag soll die Wolfsjagd beginnen. Jürg Scheibler, Chef der kantonalen Jagdverwaltung, schätzt die Chancen, den Wolf abzuschiessen, auf 50 Prozent. Wie er am Dienstag dem Schweizer Fernsehen gegenüber erklärte, könne es erfahrungsgemäss gut möglich sein, dass sich der Wolf aufgrund der erhöhten Präsenz von Menschen im Gebiet aus dem definierten Jagdperimeter zurückziehe.



