Online seit 4.02.2012 7:24
Quelle: 1815.ch / sda/pd/stz
Kältewelle: Bis –30 Grad in den Bergen
Verbreitet kälteste Nacht des Winters
In der vergangenen Nacht sanken die Temperaturen in den windgeschützten Muldenlagen sowie in den Hochalpentälern auf klirrend kalte Temperaturen von deutlich unter –20 Grad im Flachland und gegen –30 Grad in den Hochalpentälern. So wurden auf dem Grimsel (1980 m.ü.M. VS/BE) –26 Grad gemessen. Gemäss Pascal Hobi von «MeteoNews» wurde somit an einigen Orten die bisher kälteste Nacht des Winters 2011/12 registriert.

#DOSSIER#Grund der tiefen Temperaturen seien wenig Wind und eine sternenklare Nacht. In Zürich Flughafen wurden um 4.00 Uhr morgens –20,2 Grad gemessen. Im thurgauischen Tänikon zeigte das Thermometer gar –22,3 Grad an, im basellandschaftlichen Känerkinden –19,2 Grad. In der Nordwestschweiz und vom Kanton Zürich bis in den Thurgau sei an vielen Orten die kälteste Februarnacht seit über 30 Jahren gemessen worden, meldete «SF Meteo».

Am kältesten ist es derzeit in Schwyz und Graubünden: «Meteomedia» mass auf der Schwyzer Glattalp -34 und SF Meteo kam auf der Alp Buffalora am Ofenpass auf eine Temperatur von -31,3 Grad. Damit ist die Schweiz noch weit von einem Rekord entfernt. Dieser wurde am 12. Januar 1987 im neuenburgischen La Brévine gemessen und beträgt –41,8 Grad, wie es auf der Internetseite von «MeteoSchweiz» heisst. La Brévine vermeldete in der Nacht auf Samstag «nur» -24 Grad Kälte.

Störungen bei der SBB

Die eisige Kälte in der Nacht auf heute Samstag machte auch den SBB und BLS zu schaffen. Gleich an mehreren Orten in der Schweiz kam es zu Störungen der Gleisanlagen und damit zu Verspätungen. «Wegen des Schnees haben wir in der ganzen Schweiz im Moment Weichenstörungen», sagte ein SBB-Sprecher am Samstagmorgen auf Anfrage. Durch die tiefen Temperaturen seien die Weichen vereist. 

Die grössten Auswirkungen hat die Kälte auf die Strecke zwischen Lausanne und dem Genfer Flughafen. Wegen Weichenstörungen sind hier nur noch zwei Geleise befahrbar. Zusätzlich stieg die mit Gas betriebene Weichenheizung aus, da sich das Gas verflüssigte. Die Züge von und nach Bern, Basel, Zürich und Luzern können deswegen nur von und bis Morges fahren. Von dort müssen die Passagiere auf Regionalzüge umsteigen. Es kommt zu Verspätungen bis zu einer halben Stunde.

Störungen an Weichen und Barrieren sind zudem Ursachen auf den Strecken zwischen Heerbrugg und Altstätten SG auf der Linie St. Gallen - Sargans, zwischen Effretikon und Pfäffikon ZH auf der Linie Effretikon - Wetzikon sowie in den Bahnhöfen Killwangen-Spreitenbach und Madiswil. In all diesen Fällen muss mit Zugsverspätungen von 5 bis 10 Minuten gerechnet werden.

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