Die Abgeschiedenheit des Lötschentals war Quelle für eine Vielzahl von Geschichten, Sagen und Mythen: Wilde Gestalten jagten durch die Lötschentaler Geschichte und hinterliessen ihre Spuren. Sie gelten als Ursprung für das Tschäggättä-Brauchtum, das noch heute mit Liebe zum Detail zelebriert wird.
Die für das Lötschental typischen, maskierten Fasnachtsgestalten treten in der Zeit zwischen dem katholischen Feiertag «Maria Lichtmess» und dem «Gigiszischtag» (d.h. dem Dienstag vor dem Aschermittwoch) auf. Jeden Abend, nach Feierabend streifen diese wilden Gestalten durch das Tal und jagen jedem, der sich noch zu dieser Zeit auf den Strassen befindet, einen gehörigen Schrecken ein.
#DOSSIER#Vom 2. bis 21. Februar 2012 ist nun wieder Fasnachtszeit im Lötschental: Der Tschäggättu-Loif vom 16. Februar bildet dabei den Höhepunkt. Um 20.00 Uhr versammeln sich die Tschäggättä und laufen von Blatten durch alle Dörfer bis nach Ferden.
Am darauffolgenden Samstag, 18. Februar 2012, um 15.00 Uhr, werden die Tschäggättä nochmals zu sehen sein und bilden mit den Fasnachtsgruppen den Lötschentaler Fasnachtsumzug. Die Umzugsroute wird sich von der Talstation der Lauchernalp Bergbahnen bis zur Mehrzweckhalle in Wiler erstrecken.
Bei einer «Tschäggätta» handelt es sich um eine wild verkleidete Gestalt, zu deren wichtigstem Merkmal die Maske gehört. Verkleidete ohne die entsprechende Maske werden «Fuigi», «Ootschi» oder «Hibschi Liit» genannt.



