#DOSSIER#Seit 13 Jahren ist Tania Brunner am Open Air mit dabei. Seit fünf Jahren trägt sie die Verantwortung für das Sanitätsteam in Gampel. Die Verantwortliche des Sanitätszentrums hat während der Festivaltage einiges zu tun. Im Zelt herrscht reges Treiben.
Mit Fachpersonal vor Ort
Von Donnerstagmorgen bis am Freitagnachmittag suchten insgesamt 312 Gäste Hilfe bei den Sanitätern. «Sowohl Chefärzte und Assistenzärzte wie auch Medizinische Praxis-Assistenten, Kardiologen oder Samariter sind auf Platz», gibt Tania Brunner an. «Weil viele Kinder auf dem Gelände anwesend sind und die Wetterprognosen heisse Tage versprechen, ist ab Samstag zusätzlich eine Kinderärztin im Team.»
Hitze, Wespenstiche und Sprunggelenke
Im Notfallzentrum stehen für allerlei Beschwerden sechs Betten mit Überwachungsmonitoren zur Verfügung. Anästhesiepersonal und ausgebildete Pflegefachpersonen kümmern sich um die etwas grösseren «Wehwehchen». «Hauptsächlich behandeln wir Leute, die wegen der Hitze kollabieren. Ausserdem haben wir bisher Wespen- und Bienenstiche oder verdrehte Sprunggelenke behandelt», sagt die Verantwortliche des Sanitätsdienstes. Immer wieder werden aber auch Personen wegen übermässigen Alkoholkonsums ins Sanitätszentrum gebracht. Tania Brunner betont jedoch, dass die sechs Betten im Sanitätszelt keine Ausnüchterungszellen seien.
Schon am Donnerstag gings los
Am Eröffnungstag war das Team wegen der hochsommerlichen Temperaturen ein erstes Mal gefordert. «Sofort hat eine unserer Gruppen beim Eingang einen mobilen Posten eingerichtet und sich der Leute mit einem Hitzeschlag angenommen.» Danach wurden die wartenden Festivalbesucher mit Wasser bespritzt. In einem separat eingerichteten Behandlungscontainer helfen Tabletten gegen Kopfschmerzen, Klebestreifen gegen kleine Verletzungen und andere Pflaster sollen lästige Blasen an den Füssen heilen. In einem eigens installierten Ambulatorium kann ein Hausarzt grössere Wunden nähen und das Blutbild eines Patienten bestimmen. Weitere «mobile» Truppen sind auf dem Gelände verteilt und markieren Präsenz. Damit ist ein direktes Eingreiffen bei allfälligen Vorkommnissen garantiert. Auch auf dem Campingplatz ist ein Posten des Sanitätsdienstes zu finden.
Open Air im Sanitätszentrum
Obwohl Tania Müller bereits seit 13 Jahren dabei ist, findet sie keine Zeit sich mit Aug und Ohr den Bands zu widmen und das Open Air musikalisch zu geniessen. «Ich bin keine Open Air-Gängerin», gibt sie an. Sagts und erhält ein Telefonat. Es wird nach Ohrenstäbchen für ein Bandmitglied verlangt.








