#DOSSIER#Jeder Stand auf dem Festivalgelände, der vom Open Air Gampel betrieben wird, liefert in regelmässigen Abständen den jeweils eingenommenen Betrag im Bankhäuschen ab. Wenn die Kassen voll sind, machen sich etwa die Betreiber der Walterli-Bar, ein Verantwortlicher des Bacardi-Doms oder eine Person des Tickethäuschens auf den Weg zum Geldcontainer. Hier nimmt Yvette Mussari-Amacker seit 14 Jahren das Geld entgegen.
Münzen und Noten werden von zwei Automaten gezählt. Für die abgelieferten Summen erhalten die Betreiber eine entsprechende Quittung. Seit zehn Jahren arbeitet das Bank-Team nach diesem System. «Noch vor ein paar Jahren wurden die Gagen für Bands und Artisten in bar ausgezahlt», sagt Yvette Mussari-Amacker, die mit ihrer Freiwilligenarbeit das Open Air unterstützen will. «Heute wird dieser Zahlungsverkehr natürlich elektronisch abgewickelt». Trotzdem kann es vorkommen, dass kleinere Barbeträge vergeben werden müssen.
Intensive Vorbereitung
Im Bankhäuschen stehen zwei Tresoren zur Verfügung. Liegt darin eine gewisse Summe bereit, wird das Geld, begleitet von zwei Securitas, auf die Kantonalbank in Gampel gebracht. Wenn Yvette Mussari-Amacker nicht am Open Air präsent ist, arbeitet sie dort als Bankangestellte. «Von meinem Arbeitgeber erhalte ich in dieser Zeit die entsprechende Unterstützung. Sonst könnte ich die Arbeit fürs Open Air nicht verrichten.»
Abschluss am Sonntag
Viel Zeit um das Musikprogramm am Open Air zu geniessen bleibt der Ressortverantwortlichen für die «Feldbank» nicht. Vor allem am Sonntag gehen die Standbetreiber in dem kleinen Häuschen ein und aus. Weil am letzten Festivaltag alle Betreiber abschliessen wollen und ihr Geld vorbeibringen, wird es hektisch im Container. Das Motto von Yvette Mussari-Amacker ist einfach: «Am Schluss muss die Rechnung aufgehen.» Nach wie vor findet sie an ihrem Job am Open Air Gefallen. Ab und an denke sie schon, dass sie im nächsten Jahr nicht mehr dabei sein werde. Trotzdem zieht es sie bei einer weiteren Ausgabe des Open Airs wieder zurück ins Bankhäuschen.




