Online seit 1.06.2011 11:48
Quelle: 1815.ch / stz
Karate
Daniel Meichtry holt den Europameistertitel
Daniel Meichtry gewann am letzten Maiwochenende in Budapest den Europameistertitel in der Kategorie «Kata Einzel». Der amtierende Schweizer Meister kann noch immer nicht glauben, dass er diesen Triumph geschafft hat, wie er im Interview mit 1815.ch verrät.

Herr Meichtry, inzwischen sind einige Tage vergangen, seit Sie den Europameistertitel gewonnen haben. Wie fühlen Sie sich?

Ich fühle mich gut , zufrieden und gelöst. Nun habe ich auch wirklich realisiert, dass ich diesen Europameistertitel gewonnen habe.

Haben Sie damit gerechnet, es so weit zu schaffen?

Karate-Do ist für mich eine Herzensangelegenheit. Durch das jahrelange konsequente Training, bin ich körperlich und geistig soweit gereift, das ich an diesen Exploit geglaubt habe. Dass meine Formkurve stimmt, zeigte mir schon der Schweizermeistertitel vom 27.März 2011 in Thun.

Wie haben Ihre Familie und Freunde auf den Erfolg reagiert?
Die Reaktionen waren grenzenlose Freude von allen Seiten. Kollegen und Freunde wissen um den Aufwand, den ich für diese Kampf-Kunst betreibe. Sie gönnten mir diesen Erfolg aus ganzem Herzen. 

Was nehmen Sie aus der Europameisterschaft in Budapest für Erfahrungen mit?

Der Teamgeist der Nationalmannschaft, von Freunden und Kameraden haben mich gestärkt und gefestigt. Ich konnte mich mental voll und ganz auf den Wettkampf einstellen. So war es mir möglich, in den entscheidenden Momenten alles zu geben. Die Anwesenheit meines Sensei’s  (Urs Schnydrig) hat natürlich einen grossen Einfluss auf meinen Erfolg. Schon in meiner Kindheit war er davon überzeugt, dass ich etwas in mir trage, was mich befähigt, besondere Leistungen abzurufen.

Nächstes Jahr nehmen Sie an der Weltmeisterschaft in Australien teil. Was für persönliche Ziele hegen Sie an diesen Wettkampf?

An dieser EM waren 19 Nationen mit 600 Athleten am Start. In der letzten WM in Athen nahmen 57 Länder Teil. In Australien werden über 60 Länder teilnehmen. Mein persönliches Ziel ist, meine körperliche und mentale Fitness weiter auszubauen und zu vervollkommnen. Dabei werde ich mein Bestes geben, das Resultat kommt von alleine. Ein weiteres Ziel ist, mit meinen Kameraden im Team- Wettkampf vorne mit zu mischen.

Sie sind Mitglied des Trainerstabs des Karateclubs Yamato Gampel. Was gefällt Ihnen an dieser Ausgabe besonders?

Vorausschicken muss ich, dass wir eine eigene Übungs-Halle (Dojo) und somit eine optimale Trainingsmöglichkeit für Jung und Alt haben. Meine Aufgabe als Trainer ist es, das erarbeitete Wissen, mein «Feuer», an Kinder und Erwachsene weiter zu geben. Dabei ist es wichtig zu einer Familie zusammen zu wachsen. Es ist besonders schön mit zu erleben, wie sich die Schüler weiterentwickeln.

Was verbindet Sie mit Karate-Do? Was bedeutet diese Wettkampfkunst für Sie?

Karate-Do ist mein Leben!



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