USA | Auto rast in Virginia in Demonstranten

Auto rast bei US-Rechten-Demo in Menge - Ein Toter und 19 Verletzte

Teilnehmer beider Seiten lieferten sich teils heftige Schlägereien.
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Teilnehmer beider Seiten lieferten sich teils heftige Schlägereien.
Foto: Keystone

Das Auto raste bei einer Kundgebung von Rechtsextremen in Charlottesville in eine Gruppe von Gegendemonstranten.
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Das Auto raste bei einer Kundgebung von Rechtsextremen in Charlottesville in eine Gruppe von Gegendemonstranten.
Foto: Keystone

Menschen fliegen durch die Luft, als das Auto in die Menge fährt.
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Menschen fliegen durch die Luft, als das Auto in die Menge fährt.
Foto: Keystone

Quelle: SDA 0

Ein Auto ist am Samstag bei einer Kundgebung von Rechtsextremisten in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia in eine Gruppe von Gegendemonstranten gerast. Ein Mensch starb, 19 weitere wurden verletzt.

Videoaufnahmen und Augenzeugenberichte deuteten auf eine absichtliche Tat hin. Der Bürgermeister von Charlottesville, Mike Signer, teilte auf Twitter mit, es habe mindestens einen Toten gegeben Zudem sollen 19 Menschen verletzt worden sein, meldete der Sender CNN unter Berufung auf die städtischen Behörden.

Zuvor hatten sich in Charlottesville Anhänger des Ku Klux Klans und anderer rechtsextremer Gruppen gewalttätige Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten geliefert. Beide Seiten gingen mit Schlagstöcken, Flaschen und Wurfgeschossen aufeinander los.

Ausnahmezustand ausgerufen

Der Gouverneur von Virginia, Terry McCauliffe, und städtische Stellen hatten nach Ausbruch der Gewalttätigkeiten für Charlottesville den Ausnahmezustand ausgerufen. Eine solche Massnahme erleichtert es, zusätzliche Sicherheitskräfte heranzuziehen, wenn dies für nötig gehalten wird.

Zu den Krawallen kam es vor Beginn eines Marsches unter dem Motto "Vereint die Rechte". Dabei standen Hunderte Rechtsextreme in paramilitärischen Uniformen ebenso vielen Anhängern antifaschistischer Gruppen gegenüber. Unter Buhrufen schwenkten die rechten Teilnehmer die Flagge der sklavenhaltenden Südstaaten aus dem Bürgerkrieg.

Tränengas und Festnahmen

Die Polizei trieb die Menge mit Tränengas auseinander und nahm gewalttätige Teilnehmer fest. Zudem räumte sie einen Park und untersagte die geplante Kundgebung. Zuvor hatten sich hunderte Rechtsextreme mit Fackeln auf dem Universitätscampus von Charlottesville versammelt. CNN meldete unter Berufung auf die Behörden, 15 Menschen seien bei Schlägereien am Rande der Kundgebung verletzt worden.

Zu der Demonstration aufgerufen hatte neben dem Ku Klux Klan auch die sogenannte Alt-Right-Bewegung, die neonazistisches Gedankengut vertritt und US-Präsident Donald Trump unterstützt. Der Protest richtete sich gegen die Stadtverwaltung von Charlottesville. Sie will ein Denkmal des Bürgerkriegs-Generals Robert Lee entfernen lassen. Lee führte Mitte des 19. Jahrhunderts die Südstaaten-Truppen.

Trump: "Sehr, sehr traurig"

Präsident Donald Trump verurteilte die "ungeheuerliche Gewalt, von vielen Seiten". Es gebe in Amerika "keinen Platz" für Gewaltausbrüche wie den in Charlottesville, sagte er bei einem Auftritt in Bedminster (New Jersey), wo er derzeit einen Arbeitsurlaub verbringt.

Er rief seine Landsleute dazu auf, zusammenzustehen und einander - ungeachtet aller Differenzen - "zu lieben". Trump versprach eine "rasche Wiederherstellung von Recht und Ordnung" - "kein Bürger sollte sich Sorgen um seine Sicherheit machen müssen", fügte er hinzu.

Der Präsident verwies auch bei dieser Gelegenheit auf die jüngsten Errungenschaften im Land hin, die seiner Regierung zu verdanken seien: Die sinkende Arbeitslosenquote, die Rückkehr von Produktionsjobs aus dem Ausland, die Verhandlungen über Handelsabkommen - all das sei grossartig für das Land und die amerikanischen Arbeiter.

"Es passieren so viele unglaubliche Dinge in unserem Land. Wenn ich Charlottesville anschaue, scheint es mir sehr, sehr traurig".

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