Wahlen | Alle Zahlen gesagt: Zu den C-Parteien

So hätte die CSP bessere Chancen

Grégoire Nicollier. Der Mathe-Professor (HES-SO) erwägt hier verschiedene Szenarien für den 20. Oktober
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Grégoire Nicollier. Der Mathe-Professor (HES-SO) erwägt hier verschiedene Szenarien für den 20. Oktober
Foto: Le Nouvelliste/Sacha Bittel

Quelle: 1815.ch 0

Der Mathe-Professor Grégoire Nicollier (HES-SO) erwägt hier verschiedene Szenarien für den 20. Oktober.

Nur die acht Hauptlisten dürfen am 20. Oktober auf einen Sitz hoffen. Im Oberwallis sind das die CVPO, CSPO, SVPO und im Welschwallis die CVP, SVP, SP, Grüne und die FDP. Man kann davon ausgehen, dass die Stimmanteile der vier grossen Polit-Blöcke mit ihren jeweiligen Listenverbindungen in etwa wie 2015 ausfallen: C-Parteien ca. 40 Prozent, SVP, Linke und FDP je ca. 20 Prozent.

Demnach gibt es zwei Szenarien für die Sitzzuteilung: 4, 2, 1, 1 wie 2015 oder 3, 2, 2, 1. Für den C-Block gilt das Gleiche wie schon 2015: Er erhält nur vier Sitze, wenn die C-Parteien mehr als doppelt so viele Stimmen wie der drittstärkste Block bekommen. Angenommen, der zweitstärkste Block der vier Listenverbindungen kommt auf 23 Prozent der Gesamtstimmen (22,2 Prozent im Jahr 2015), so haben die C-Parteien folglich vier Sitze mit einem Stimmenanteil von 39, 40, 41 beziehungsweise 42 Prozent genau dann, wenn der Abstand zwischen der dritten und vierten Listenverbindung nicht grösser ist als ein Stimmenanteil von 1, 3, 5 beziehungsweise 7 Prozent.

Ein C-Anteil von 38,4 Prozent und der zweitplatzierte Block bei 23 Prozent würde zwangsweise nur drei C-Sitze bedeuten. Und die Sitzzuteilung wäre dann 3, 2, 2, 1.

Und aus Sicht der Oberwalliser C-Parteien? 2015 gingen 48,5 Prozent der C-Stimmen zu den beiden Oberwalliser CVPO und CSPO. Dies, obwohl die Oberwalliser C-Vertreter im Grossen Rat nur gerade mal 23 von 55 Abgeordneten ausmachen. Sollte die C-Listenverbindung vier Sitze erobern, so haben CVPO und CSPO je einen. Bei nur drei Sitzen hat das Oberwallis höchstwahrscheinlich nur einen (ausser das Verhältnis Ober- und Unterwallis von 48,5% zu 51,5% wird gekippt): Dieser Sitz geht dann zur stärkeren der beiden CVPOund CSPO-Hauptlisten.

2015 war die CVPO-Hauptliste vorne (95000 zu 89000 Stimmen). Eine Bündelung der Gelben mit nur einer Liste hätte im Fall eines einzigen Sitzes die Chance auf einen CSPO-Sieg erhöht, wenn gleichzeitig die Schwarzen die Jugendliste behalten hätten. Denn: Alle CVPOund CSPO-Listen befinden sich ja nebeneinander und gleichberechtigt in derselben Unterlistenverbindung. Alles klar?

Grégoire Nicollier

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