Nach Lastwagenunfall in Gamsen

Arbeiten werden längere Zeit in Anspruch nehmen

Der Lastwagenunfall beim Bildackerkreisel in Gamsen
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Der Lastwagenunfall beim Bildackerkreisel in Gamsen
Foto: zvg

Quelle: 1815.ch 0

Nach dem Unfall eines Tanklastwagens in Gamsen steht die Reinigung des Wassers und die Sanierung des Biotops, nachdem eine Gefahr für die Bevölkerung ausgeschlossen werden konnte, im Vordergrund. Dies sei komplex und werde deshalb längere Zeit in Anspruch nehmen.

Beim Unfall des Tanklastwagens am 28. Januar in Gamsen sind grosse Mengen Lösungsmittel ausgelaufen. Obwohl ein Teil der Flüssigkeiten verbrannte, gelangten Restmengen in das Biotop bei der Unfallstelle.

Als Sofortmassnahme wurden am Biotop der Zu- und der Abfluss abgedichtet, um den Schaden örtlich zu begrenzen. Daraufhin wurde mit dem Abpumpen des Oberflächerwassers begonnen.

Die zuständigen Dienststellen analysierten die Stoffe, welche beim Unfall und beim nachfolgenden Brand freigesetzt wurden. Aufgrund der vom Transporteur zur Verfügung gestellten Angaben ging man ursprünglich davon aus, dass es sich um zwei Lösungsmittel handelte, die gut abbaubar sind.

Neuere Untersuchungen zeigten aber, dass auch verschiedene zusätzliche Lösungsmittel im Lastwagen vorhanden waren, welche nicht in der Deklatarion des Transporteurs aufgeführt waren. Deshalb wurden eingehende Analysen der Luft in der Nähe des Biotops und des Wassers in Auftrag gegeben.

Die weiterhin vorhandene Geruchsbelästigung ist auf Restmengen der Lösungsmittel zurückzuführen. Gemäss der Beurteilung durch den kantonalen Chemieexperten der Dienststelle für Arbeitnehmerschutz gestützt auf eine Beurteilung des IST (Institut Universitaire de Santé au travail) besteht keine Gefahr für die Bevölkerung.

Sanierung des Biotops

Die Strasse und das betreffende Biotop befinden sich im Eigentum des Bundesamtes für Strassen ASTRA, weshalb das ASTRA die Federführung für die Wiederinstandstellung übernommen hat. Das ASTRA arbeitet dabei eng mit den zuständigen kantonalen Dienststellen zusammen. Das besonders stark verschmutzte Oberflächenwasser wurde weiter abgepumpt und die Entsorgung eingeleitet. 

Parallel dazu wurde die Suche nach einer Lösung gestartet, wie auch das restliche Wasser aus dem Biotop behandelt werden kann. Es handelt sich um ein Volumen von rund vier Millionen Litern. Da dies eine sehr grosse Menge darstellt, ist die Suche nach einer geeigneten Anlage im Gang, welche das Wasser vor Ort reinigen kann. Zudem wird die bauliche Sanierung des Biotopes geplant. Dazu befinden sich mehrere Verfahren in der Evaluation. Ziel ist, das Biotop in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen.

Die Zusammenarbeit zwischen dem ASTRA, den kantonalen Dienststellen und der Gemeinde Brig-Glis wird fortgesetzt. Die verschiedenen Organisationen stehen in engem Kontakt und setzen alles daran, die Folgen des Unfalls so rasch wie möglich zu bewältigen. Planung und Vorbereitung der Reinigung des Wassers und der Sanierung des Biotopes sind allerdings sehr komplex, weshalb die Arbeiten noch längere Zeit in Anspruch nehmen werden.

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