Kanton reagiert auf Ärztemangel

Erste hausärztliche Notfallpraxis im Wallis

Spital Visp.
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Spital Visp.
Foto: zvg

Quelle: 1815.ch 1

Am 1. Februar 2014 wird im Spital Visp die erste hausärztliche Notfallpraxis des Kantons Wallis eröffnet.

Diese Praxis ist für alle nicht lebensbedrohlichen Notfälle gedacht, also für Patientinnen und Patienten, welche beispielsweise am Abend, am Wochenende oder an Feiertagen eine ärztliche Behandlung notwendig haben.

Die hausärztliche Notfallpraxis ist auch eine Reaktion auf den Hausärztemangel im Oberwallis, wobei die Bedingungen des Bereitschaftsdienstes verbessert werden. Der Kanton leistet während einer Pilotphase von zwei Jahren finanzielle Unterstützung bei der Einführung und für den Betrieb. Aus Sicht des Kantons sorgt die Praxis für eine Bedarfsdeckung in der Grundversorgung von Qualität für die Bevölkerung und trägt zur Eindämmung von steigenden Gesundheitskosten bei.

In der hausärztlichen Notfallpraxis werden Patienten ausserhalb der Öffnungszeiten der Hausarztpraxen für nicht lebensbedrohliche Notfälle (Fieber, Kopf-, Hals- oder Bauchschmerzen, Husten, Bronchitis, allgemeine Schmerzen usw.) behandelt. Diese wird an Werktagen jeweils von 17.30 bis 22.00 Uhr und an Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen von 9.00 bis 22.00 Uhr geöffnet sein. Die Betreuung wird von Hausärztinnen und Hausärzten aus dem Oberwallis gemäss einem vom Walliser Ärzteverband ausgearbeiteten Plan sichergestellt.

Vorteile für Patienten und Ärzte

Die von Oberwalliser Hausärzten geführte Notfallpraxis soll für alle nicht lebensbedrohlichen Notfälle zu einem Referenzort für die Oberwalliser Bevölkerung und die Touristen in der Region werden. Die Standortwahl innerhalb des Spitals Visp hat zusätzlich den Vorteil, dass im Fall eines lebensbedrohlichen Notfalls die betroffenen Patienten schnellstens an die Spezialisten des Spitals übergeben werden können.

Die Notfallpraxis soll zudem eine Überlastung des Notfalls im Spital verhindern und parallel zum bestehenden Bereitschaftsdienst funktionieren, der in bestimmten Fällen weiterhin Hausbesuche gewährleistet.

Aus Sicht der Ärzte wird der hausärztliche Notfalldienst eine bessere Organisation des Bereitschaftsdienstes begünstigen, indem der Empfang der Patienten ausserhalb der Öffnungszeiten der Hausarztpraxen zentralisiert wird. Mit dieser Reorganisation sollen zudem die Bedingungen für junge Ärztinnen und Ärzte, die sich für die Hausarztmedizin interessieren, in den Seitentälern attraktiver gestaltet werden.

Vorteile im Hinblick auf die öffentliche Gesundheit

Aus Sicht des Kantons sorgt die Praxis für eine Bedarfsdeckung in der Grundversorgung von Qualität für die Bevölkerung und trägt zur Eindämmung von steigenden Gesundheitskosten bei. Die Zweckmässigkeit der hausärztlichen Notfallpraxis für die Patienten wie auch für die Ärztinnen und Ärzte wird in zwei Jahren evaluiert. Das Pilotprojekt dieses Bereitschaftsdienstmodells könnte als Referenz für andere Regionen des Kantons dienen.

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Kommentare

  • Idi Gehrig - 00

    Das finde ich mal eine super Idee. Ich hoffe, dass das klappt.

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