Unter strengen Bewährungsauflagen
Ex-Hanfbauer Rappaz aus Haft entlassen
Bernard Rappaz ist wieder auf freiem Fuss.
Foto: zvg
Bernard Rappaz ist seit zwei Wochen wieder auf freiem Fuss. Allerdings darf er die Schweiz nicht verlassen.
Nach rund drei Jahren Aufenthalt in Walliser Haftanstalten ist Ex-Hanfbauer Rappaz vor zwei Wochen auf Bewährung entlassen worden, wie die «SonntagsZeitung» schreibt.
Bernard Rappaz darf die Schweiz allerdings bis Februar 2014 nicht verlassen. Dem Staat muss er 10 Franken pro Tag für administrative Kosten zahlen und er darf nicht kiffen. Urinproben könnten spontan angeordnet werden.
Unter strengen Bewährungsauflagen lebt Rappaz zurzeit in drei Baucontainern seiner ehemaligen Firma Val Naturel in Saxon, wo er je einen Container zum Schlafen, zum Essen und zum Duschen benutzt.
Wie die «SonntagsZeitung» weiter schreibt, liquidiert Rappaz im Auftrag des neuen Inhabers das Warenlager und erhält dafür monatlich 1400 Franken. Offizieller Wohnsitz hat Rappaz bei seiner Tante. Sein früheres Haus wurde zwangsversteigert.
Sobald er die Schweiz verlassen darf, will Rappaz nach Nepal reisen, das Land seiner Träume. «Dort will ich in den Bergen Forellen aussiedeln und Touristen das Fischen beibringen.»
Bernard Rappaz wurde vor drei Jahren wegen Verstoss gegen das Betäubungsmittelgesetz, Geldwäscherei und anderer Delikte zu sechs Jahren und acht Monate Haft verurteilt. Aus Protest gegen das seiner Meinung nach zu hohe Urteil trat er in einen 120-tägigen Hungerstreik und sorgte damit landesweit für Aufsehen.









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