SMZ Oberwallis
Paul Burgener neuer Präsident
Der neue Präsident des SMZO, Paul Burgener aus Visp.
Foto: zvg
Der Visper Gemeinderat Paul Burgener wurde am Mittwochabend zum neuen Präsidenten des Sozialmedizinischen Zentrums Oberwallis gewählt. Er löst Leander Stoffel ab.
Am Mittwochabend fand im Kultur- und Kongresszentrum La Poste in Visp die zweite ordentliche Delegiertenversammlung des SMZ Oberwallis (SMZO) statt. Präsident Leander Stoffel konnte zahlreiche Delegierte der neu 67 Oberwalliser Trägergemeinden des SMZO begrüssen.
Nach der Gründung des SMZO Ende 2011 wurden im ersten Betriebsjahr zahlreiche fusionsbedingte Änderungen vorbereitet und durchgeführt. Die Delegierten genehmigten den Jahresbericht und Jahresrechnung des vergangenen Jahres sowie den Voranschlag für das Geschäftsjahr 2014.
Das erste Betriebsjahr im Überblick
Der Präsident konnte ein positives Fazit ziehen. Neben den Aufbauarbeiten hätten dabei aber stets die Kundinnen und Kunden des SMZO im Vordergrund gestanden. Mit rund 330 Mitarbeitenden stelle man heute eine Institution beachtlicher Grösse dar. Und wohl fast alle Personen aus der Oberwalliser Bevölkerung benötigten im Laufe des Lebens die Unterstützung der einen oder anderen Dienstleistung des SMZO. Den positiven Jahresabschluss deutete er als Zeichen des Kostenbewusstseins auf allen Stufen sowie als Resultat eines professionalisierten Controllings.
Ein neuer Präsident – nach nur einem Jahr
Durch die Abwahl als Gemeinderat von Visp sah sich Leander Stoffel in der Pflicht sein Amt als Präsident des SMZO bereits wieder abzugeben. Der Vorstand des SMZO setzte sich bereits Anfang 2013 mit der bevorstehenden Vakanz auseinander und portierte Paul Burgener, Gemeinderat von Visp, als neuen Präsidenten. Dieser wurde durch die Delegierten mit Akklamation zum Präsidenten gewählt.
Gleichzeitig nehmen neu auch Urban Eyer, Gemeindepräsident von Ried-Brig, und Roger Kalbermatten, Gemeindepräsident von Saas-Fee, Einsitz im 11-köpfigen Vorstand, welcher damit wieder komplett ist. Die drei neuen im Vorstand sowie die bisherigen acht Vorstandsmitglieder Matthias Eggel, Dr. René Blumenthal, Stefan Fux, Robert Moser, Marlene Paris-Schmidt, Franz Ruppen, Thomas Studer und Elisabeth Winter wurden einstimmig in den Vorstand gewählt. Der Vizepräsident Matthias Eggel dankte den austretenden Vorstandsmitgliedern Leander Stoffel und Adrian Zurwerra und hiess die neuen Mitglieder willkommen.
Stabile Finanzlage
Matthias Eggel, Präsident der Finanzkommission, erläuterte die Jahresrechnung 2012. Der erste Jahresabschluss des SMZO weist demzufolge einen Aufwandüberschuss von rund 9,1 Mio. Franken aus. Dieser liegt somit um stattliche 1,9 Mio. unter dem budgetierten Überschuss von rund 11 Mio. Franken. Dies ist für die finanzielle Belastung von Gemeinden und Kanton sehr erfreulich, zieht aber gemäss Eggel entsprechenden Erklärungsbedarf mit sich.
Mehrere Faktoren hätten das Geschäftsergebnis positiv beeinflusst. Darunter fallen verschiedene Sondereffekte, mit denen in den Folgejahren nicht gerechnet werden kann. So ist etwa der erwartete Anstieg an Spitex-Dienstleistungen nicht eingetreten, was weniger Personalbedarf als vorgesehen bedeutete. Zudem sei das Berichtsjahr schwergewichtig noch aufgrund der Summe der damaligen Einzelbudgets geplant worden. Die Planungssicherheit dürfte sich künftig mit der zentralen Budgetierung verbessern.
Dass der budgetierte Aufwandüberschuss für 2014 dennoch bei rund 11 Mio. Franken und somit im vergleichbaren Rahmen der Budgets 2012 und 2013 liegt, begründet der Vorstand damit, dass man steigende Leistungszahlen prognostizieren müsse. Die Umsetzung des Qualitätsmanagements, Investitionen im Bereich der Informatik sowie der Wegfall von Sondereffekten des ersten Betriebsjahres begründen des Weiteren den Budgetrahmen.
Dienstleistungen stehen im Vordergrund
Unter diesem Aspekt resümierte der Geschäftsleiter Willy Loretan das Berichtsjahr aus operativer Sicht. Er verwies dabei auf den Grundgedanken, dass das SMZO keinen Selbstzweck verfolge, sondern stets die Dienstleistungen im Vordergrund stünden. Die Grösse der Institution lasse kaum zu, alles zu nennen, was in einem Betriebsjahr erwähnenswert wäre. Als Meilensteine bezeichnete er aber die Einsetzung der neuen Organe, die kontinuierliche Umsetzung des Organisationsmodells, die personellen Veränderungen mit neuen Unterstellungsverhältnissen sowie die Harmonisierung einer Vielzahl von Regelwerken und Abläufen. Er verwies dabei auf die Flexibilität und Offenheit, die man im Veränderungsprozess erfahren habe.









Artikel
Kommentare
Noch kein Kommentar