SR-Wahlbeobachter | CVPO über Äusserungen der FDP-Rennleitung wenig erfreut

«Das Wallis ist keine Bananenrepublik»

Korrekturen haben keinen Einfluss auf Abstimmungsresultat (Symbolbild).
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Korrekturen haben keinen Einfluss auf Abstimmungsresultat (Symbolbild).
Foto: Keystone

Quelle: 1815.ch/SDA/WB 29.10.15 13
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Vor dem zweiten Wahlgang der Walliser Ständeratswahlen will die kantonale FDP Wahlbeobachter in zahlreichen Oberwalliser Gemeinden vor Ort schicken. Jetzt reagiert die CVPO auf die Forderung der Liberalen.

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  • FDP verlangt Wahlbeobachter im Oberwallis

Normalerweise sind die Parteien bereits unter den Stimmenzählerinnen und Stimmenzähler gleichmässig vertreten. Die FDP ist im Oberwallis jedoch kaum präsent und fragte deshalb an, Wahlbeobachter zu entsenden zu dürfen.

Das sei gemäss dem Wahlgesetz ihr gutes Recht, sagt der Chef der Walliser Dienststelle für Innere und kommunale Angelegenheiten, Maurice Chevrier, am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigte damit einen Bericht auf «1815.ch/Walliser Boten» vom Donnerstag.

Der Kanton Wallis empfahl den Gemeinden, die Anfragen anzunehmen. Die FDP zeigte sich in einer Medienmitteilung überrascht darüber, dass die erst am Mittwoch versandten Anfragen schon beim «Walliser Boten» gelandet sind.

Die Mehrheit der Gemeinden habe übrigens bereits rasch auf die Anfrage geantwortet. Es gebe bei dieser Anekdote nur eine Gewissheit: Falls das Wallis eines Tages seinen Ruf als Bananenrepublik loswerden wolle, sei dies nur über die Akzeptanz der demokratischen Spielregeln durch alle politischen und administrativen Akteure im Kanton möglich, hielt die FDP fest.

CVPO wehrt sich gegen den Vorwurf der Bananenrepublik

In einer Medienmitteilung der CVPO vom Donnerstag nimmt die Gegenpartei Stellung zur Forderung der Wahlbeobachter im Oberwallis. «Die CVPO nimmt Kenntnis vom aussergewöhnlichen FDP-Begehren um Einsetzung von Wahlbeobachter, dagegen einzuwenden hat sie aber nichts. Einzig gegen den Vorwurf, dass Wallis sei eine Bananenrepublik wehrt sich die CVPO vehement», schreibt Parteipräsident Anton Andenmatten.

«Die CVPO hatte und hat Vertrauen in die Walliser Institutionen und ist überzeugt, dass diese die demokratischen Spielregeln akzeptieren. Zwar äussert das FDP-Begehren ein Misstrauen gegen die Walliser Institutionen - insbesondere weil man dadurch suggeriert, dass die Wahlbüros nicht in der Lage seien, ihre Arbeit korrekt und seriös zu erledigen - doch ist dieses Anliegen demokratisch durchaus legitim», hat Andenmatten keine Einwände gegen die Wahlbeobachter.

«Inakzeptabel hingegen ist für die CVPO die Reaktion der FDP Wallis auf das Nachfragen des 'Walliser Boten'. Wer davon spricht, dass das Wallis ein Bananenrepublik-Image habe, greift die Institutionen und ihre Vertreter frontal an und stellt den Kanton Wallis insgesamt in ein schlechtes Licht. Die CVPO kann dieses Verhalten nicht akzeptieren und bedauert die neuerliche Radikalisierung des Wahlkampfes auf dem Buckel der Walliser Institutionen sehr.»

Die Freisinnigen erzwangen im Wallis einen zweiten Wahlgang für den Ständerat. Ihr Kandidat Pierre-Alain Grichting fordert die CVP-Kandidaten Jean-René Fournier (bisher) und vor allem Beat Rieder (neu) heraus. Die Stichwahl findet am kommenden Sonntag statt.

zen
29. Oktober 2015, 15:09
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Kommentare

  • Bingo - vor 10 Jahre ↑3↓0

    Vielleicht sollten einige Bürger den gewählten Parlamentariern in Bern bei Abstimmungen und Wahlen auch auf die Finger schauen. Dürfte jedoch schwierig werden, wenn die Parlamenarier bei den Abstimmungen gar nicht anwesend sind. Wie zu lesen war, waren in der letzten Legislatur einige VSer Parlamentarier auch ziemlich oft bei Abstimmungen abwesend. Eine bodenlose Frechheit gegenüber den Wählern!!!

    antworten

  • Guschti - vor 10 Jahre ↑13↓0

    Eine Aufgabe für die Blauhelme

    antworten

  • Banana-Joe 2 - vor 10 Jahre ↑36↓10

    Eine Partei, die im Oberwallis auf Wähler angewiesen ist, misstraut den eigenen Gemeindebehörden. Super Voraussetzung! Kann man nur gratulieren.
    Ihr seid banana!

    antworten

  • Noluvolch - vor 10 Jahre ↑42↓10

    Ich zähle mehr oder weniger freiwillig Stimmen im Wahlbüro meiner Gemeinde aus. Dies Gratis und Franko und nach besten Wissen und Gewissen.
    Sollte am Sonntag jemand von der FDP / SP mich/uns kontrollieren wollen stehe ich auf und gehe heim!

    antworten

    • Bernd - vor 10 Jahre ↑0↓0

      ... also doch!?

  • ArmeSiäch - vor 10 Jahre ↑12↓43

    Ich kann die FDP verstehen. Gerüchte von Wahlmanipulation sind ja nicht neu. Und ich denke dies sind nicht nur Gerüchte.

    antworten

    • Michael - vor 10 Jahre ↑0↓1

      Guter Kommentar, welcher zeigt, dass auch in der heutigen Zeit einige Bürger keine, aber wirklich keine Ahnung von politischen Prozessen haben. Bitte um Fakten oder zumindest um konkrete Hinweise, wie man bei einer solchen Wahl bescheissen kann. Eifach mal eppis schribe...

    • Ehrlicher - vor 10 Jahre ↑21↓3

      Warst du schon einmal in einem Wahlbüro? Wahlmalipulationen sind nicht möglich, weil schon heute mehrere Personen von verschiedenen Parteien anwesend sind! Dszu brauchen wir keine Quereinsteiger!

  • Banana-Joe - vor 10 Jahre ↑37↓10

    Eine Partei, die Wähler im Oberwallis sucht und braucht, misstraut den Gemeindebehörden - viel Spass auf eurem Weg.

    FDP - voll banana!

    antworten

  • Ronny - vor 10 Jahre ↑23↓8

    Ich finde es schwierig im Oberwallis wirtschaftlich etwas auf die Beine zu stellen, weil eine tendenz zum Wiederstand herscht. Wiederstand zur Zusammenabeit und Unterstützung. Und dies nicht einmal weil ich auswärtig bin, auch untereinander ist der Futterneid manchmal spührbar. Wie sich diese Leute vorstellen, die Region finanziell am Leben zu erhalten ist mir schleierhaft.

    antworten

    • Mandy - vor 10 Jahre ↑2↓0

      Ich finde 200 Jahre sind genug. Wenn man dann nicht integriert ist, wann dann?

  • Peter - vor 10 Jahre ↑19↓35

    Nein es ist nicht eine. Es ist die grösste Bananenrepublik...

    antworten

  • Matter - vor 10 Jahre ↑44↓9

    Typisch FDP
    Kein Vetrauen,oder anders rum:
    Vetrauen ist gut,Kontrolle ist besser-so wie in den Banken-wo absolutes Vetrauen herrscht bei allen Skandalen.Ich frage mich-sollen das Volksvetreter sein-die kein Vetrauen in die Demakratie und in das Fussvolk haben ??

    antworten

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