Sprache | Auf der Spur der Sprachen im Naturpark Pfyn-Finges

Was ist ein «Neeschi»?

Ausblick zurück. Jennifer Skolovski (links) und Robert Schnyder.
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Ausblick zurück. Jennifer Skolovski (links) und Robert Schnyder.
Foto: zvg

Quelle: 1815.ch 0

Was meint ein Erschmatter mit «Schnärfu»? Oder was ist ein «Neeschi»? Wie sagt ein Salgescher der Sitzbank? Im Auftrag des Naturparks Pfyn-Finges hat Jennifer Skolovski darüber recherchiert. Im Rahmen des Projektes «Dialekte» begab sie sich auf die Spur der Sprachen, welche die Menschen im Naturpark Pfyn-Finges verbindet. Daraus entstand ein Film mit authentischen und urchigen Wörtern, lustigen und tragischen Geschichten aus alten Zeiten.

Der Naturpark Pfyn-Finges setze immer wieder Impulse, um die Regionale Identität zu fördern. Seine Vielfalt spiegle sich auch in den Dialekten der Parkgemeinden, heisst es in einer Mitteilung des Parks. Das Parkgebiet umfasst nicht nur zwei Sprachregionen. Jedes Dorf spricht seinen eigenen akzentuierten Dialekt. Um dieses wichtige Kulturgut zu würdigen, lancierte der Naturpark Pfyn-Finges vor drei Jahren das Projekt «Dialekte».

Jennifer Skolovski wurde vom Naturpark Pfyn-Finges beauftragt, in verschiedenen Parkgemeinden Daten zu sammeln und Personen zu interviewen. Die Arbeit sei spannend, aber auch berührend gewesen. «Die Sprache ist das erste, dass wir nach dem Erscheinungsbild wahrnehmen und sagt viel über unsere Person aus. Es hat mich überrascht, dass der Bezug zu den Dialekten nicht immer ein positiver ist. Manche schämten sich für die eigene Sprache oder waren sich nicht sicher ob sie jetzt richtig Dialekt sprechen.» erklärt Jennifer Skolovski.

60 Stunden Tonmaterial und Fotos

Die älteren Personen hätten erstaunlicherweise einen lockeren Umgang mit dem Sprachwandel. Die meisten nehmen das Verschwinden oder die Veränderung der Sprache entspannt hin. «Es ist als wäre es der letzte Moment, diesen Teil unserer Geschichte, unserer Identität festzuhalten» meinte die Projektleiterin. Aus 60 Stunden Tonmaterial und Fotos von früher und heute, hat sie mit Simon César Forclaz den Film «Kulturgut Dialekte» geschnitten.

Die Protagonisten erzählen in der Dorfbeiz, zu Hause in der Stube oder in der Küche aus vergangenen Tagen. So erfährt der Zuschauer etwa, wie es zum «Glareydiitsch» kam. Der Film führt aber auch vor Augen, mit welchen Herausforderungen die Menschen im letzten Jahrhundert konfrontiert waren. Der Film wird in den kommenden Monaten noch je einmal in Oberems, Leukerbad und Erschmatt gezeigt. Ab dem 17. September läuft er zudem auf Kanal 9, ab Oktober ist er unter www.pfyn-finges.ch/de/dialekte zu sehen.

pd / pmo

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