Abschussquoten | CVPO-Grossrat fordert Reduktion

Jagd auf Birk- und Schneehühner soll eingeschränkt werden

Gerät immer mehr unter Druck – ein Schneehuhn im Sommergefieder.
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Gerät immer mehr unter Druck – ein Schneehuhn im Sommergefieder.
Foto: Peter Freitag/pixelio.de

Quelle: RZ 1

Grossrat Manfred Schmid findet, dass Birk- und Schneehühner im Wallis übermässig stark bejagt werden. Der Staatsrat solle eine Reduktion der Abschussquoten prüfen.

«Die Jagd auf Birk- und Schneehuhn entspricht im Wallis einer Tradition und soll weiterhin möglich sein», schreibt der CVPO-Grossrat in einem entsprechenden Postulat, welches er im vergangenen November zusammen mit der damaligen grünen Grossratssuppleantin Brigitte Wolf eingereicht hatte. «Wir sind aber der Meinung, dass die Zahl der erlaubten Vögel pro Jäger stark reduziert werden sollte.»

Rückläufiger Bestand

In fast allen Kantonen der Schweiz ist die Jagd auf sogenannte Raufusshühner verboten. Neben dem Wallis erlauben nur noch Graubünden und das Tessin die Bejagung der Vögel. «In beiden Kantonen sind die Abschussquoten aber tiefer», schreibt Schmid weiter. Der Bestand der Birkhühner sei wegen schwindender Lebensräume und Störungen durch Wintersportler rückläufig, so der Grossrat, «aber auch die Jagd kann lokal einen Einfluss auf die Populationen haben». Zwar hätten die meisten einheimischen Jäger wenig Interesse an der Jagd auf Birkhähne und würden nur einzelne Vögel schiessen. Dank der jetzigen Bestimmung für ausserkantonale und ausländische Jäger mit ihren Vorstehhunden ist die Birkhahnjagd aber sehr interessant geworden», so der CVPO-Mann weiter. Auch das Schneehuhn komme aufgrund der Klimaerwärmung immer mehr unter Druck, sein Bestand habe um einen Drittel abgenommen. «Im Wallis mit seinen hohen Bergen ist der Rückgang weniger dramatisch als in anderen Kantonen», führt Schmid in seinem Postulat aus. «Deshalb tragen wir eine grosse Verantwortung für das Überleben dieser Tiere.» Die Bejagung sollte daher aus Rücksicht auf diese Gebirgsart reduziert werden.

Martin Meul

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Kommentare

  • David Hunter, Glis - 50

    Auch als leidenschaftlicher Jäger begrüsse ich diesen Vorstoss. Rein waidmännisch gesehen gibt es fast keine Gründe diese beiden Vogelarten zu bejagen. Sie verursachen weder Schäden noch sind sie überbevölkert. Die meisten Einheimischen Jäger jagen diese Wildarts höchstens um jeweils ein Präparat für die Jägerstube zu erhalten. Dadurch würde es reichen, wenn der Jäger pro Jahr je ein Schneehuhn und ein Birkhahn frei hätte.
    Die Problematik liegt wieder beim Geld. Ausserkantonale und Ausländische Jäger (meist Tessiner und Italiener) zahlen eine Stange Geld, um diese bei uns bejagen zu dürfen. Sie betreiben diese Jagd derart effektiv, dass ganze Einstände an einem Halbtag fast leergeschossen werden
    Die Dienststelle für Jagd und Fischerei würde durch eine Einschränkung viel Geld verlieren, weswegen diese sich voraussichtlich gegen eine Einschränkung sprechen werden.
    Tierwohl < Kantonsfinanzen

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