Lex Weber
Franz Weber gewinnt die meisten Einsprachen
Die Familie Weber während einer Beratung (Archivbild).
Foto: zvg
Helvetia Nostra, der Ableger der Stiftung Franz Weber ist stolz auf den Erfolg ihrer Einsprachen gegen Zweitwohnungen. Seit der Annahme der Initiative am 11. März 2012 wurden immerhin 84,5 Prozent der Einsprachen gut geheissen.
«In 43,6 Prozent der Fälle wurden die Rekurse ganz oder teilweise gut geheissen, 40,9 Prozent wurden nach Rückzug der Baubewilligung gegenstandslos», zitiert die Zeitung «LeNouvelliste» aus einer Mitteilung der Vereinigung. Die Rechtsunsicherheit unmittelbar nach der Abstimmung habe zu einigen Missbrauchsversuchen und zu einem regelrechten Bewilligungswettlauf für Zweitwohnungen geführt, erklärt Helvetia Nostra zur Rechtfertigung ihrer Umtriebigkeit. Seit das Bundesgericht im Mai 2013 stipuliert hatte, dass die Regelungen seit dem Abstimmungsdatum rechtskräftig seien, erwartet nunmehr Helvetia Nostra für die nahe Zukunft eine Abnahme der Einsprachen.
Während man bei Helvetia Nostra ob der Erfolge triumphiert, ist in der Presse eine Polemik in Gang gekommen, die vor allem die vielen Zweitwohnungen der Familie Weber ins Visier nimmt. Die Familie soll über eine Zweizimmerwohnung in Paris, eine Vierzimmerwohnung innerhalb des Personalhauses des Giessbach-Hotelkomplexes (Brienzer See), über ein Ferienhaus in Südfrankreich und über eine Dreizimmerwohnung der Stiftung in Montreux verfügen.
Franz und Judith Weber meinen dazu, dass sie diese Wohnungen für ihren Kampf unbedingt benötigten, heisst es im «Nouvelliste» weiter. Judith Weber mag keinen Widerspruch zur Initiative erkennen: «Diese Vorwürfe stammen von bösartig schlechten Verlierern, sie sind dumm und unsinnig. Uns stört keinesfalls, dass jemand eine Zweitwohnung hat. Wir bekämpfen keine kalten Betten, sondern den uneingeschränkten Weiterausbau neuer Residenzen, die nach Erstellung leer bleiben.»









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