Alarmzentrale soll Heli-Streit entschärfen
«Patienten stehen an erster Stelle»
Dem «Heli-Krieg» soll Einhalt geboten werden.
Foto: zvg
Um dem «Helikrieg» Einhalt zu gebieten schlägt SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner eine nationale Alarmzentrale vor, in der Heli-Rettungseinsätze koordiniert werden sollen.
«Der Helikrieg artet hinter den Kulissen aus», sagt SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner gegenüber der «Schweiz am Sonntag». «Deshalb muss man Leitplanken setzen.» Für den Transportunternehmer ist klar: «Es braucht eine nationale Alarmzentrale, in der die Heli-Rettungseinsätze künftig koordiniert werden.» Giezendanner plant einen entsprechenden Vorstoss im Parlament.
Für Giezendanner könnte die nationale Alarmzentrale via Aktiengesellschaft aufgebaut werden. «Alle Gesellschaften wären daran beteiligt, die Rega könnte die Mehrheitsbeteiligung übernehmen.» Klar wäre allerdings, dass die Alarmzentrale einem Patienten «schnellstmöglich Hilfe» leisten müsse, sprich mit einem Helikopter jener Gesellschaft, die sich in unmittelbarer Nähe befnde.
Ebenfalls klar ist für Giezendanner, dass die verschiedenen Gesellschaften wie Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega), Touring-Club Schweiz (TCS) und Air-Glaciers in zwei Bereichen die gleichen Standards aufweisen müssten: Im Ausbildungsstandard der Piloten und in der Ausrüstung der Helikopter. Gleichzeitig müssten alle Konkurrenten «dieselben Zugangschancen» haben. Zurzeit verfüge die Rega über «den besten Standard und die am besten ausgebauten Maschinen».
Besorgt über den anhaltenden Streit zeigt sich auch die Schweizer Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK). Die Diskussionen hätten ihn aufgeschreckt, sagte GDK-Präsident Carlo Conti in der «SonntagsZeitung». Für ihn stünden die Patienten an erster Stelle. Er wolle nicht, dass kommerzielle Interessen wichtiger seien. Conti will das Thema an der nächsten Vorstandssitzung der Gesundheitsdirektorenkonferenz traktandieren.









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