Visp | Sanierungspläne der Lonza

«Möchten Prozess beschleunigen»

Blick auf die Lonza Visp.
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Blick auf die Lonza Visp.
Foto: zvg

Quelle: 1815.ch 0

Der Chemiekonzern Lonza möchte die Sanierung der alten Deponie in Gamsenried beschleunigen. Die Vereinigung Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) und der WWF Oberwallis sprechen von einem «ungenügenden Billigkonzept».

Die Vereinigung Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) und der WWF Oberwallis sind der Meinung, dass die Lonza die Sondermülldeponie Gamsenried bei Visp «erneut mit einem ungenügenden Billig-Konzept sanieren» will. Die Gemeinschaft wirft dem Chemiekonzern vor, dass noch immer Grenzwerte des Grundwassers unterhalb der Sondermülldeponie Gamsenried überschritten seien.

Gemäss einem weiteren Sanierungskonzept sollen die Schadstoffe jetzt aktiv mit Wasser aus der Deponie ausgeschwemmt, das verschmutzte Grundwasser aufgefangen und unter gewissen Bedingungen sogar ungereinigt in die Rhone eingeleitet werden, schreibt die Vereinigung. Man beurteile das Lonza-Projekt als riskante Billigsanierung, die zudem das Problem der Sondermülldeponie Gamsenried erneut nicht lösen werde.

Lonza hingegen kontert, dass mit dem Sanierungsprojekt das Ziel verfolgt wird, den Sanierungsprozess auf das Doppelte zu beschleunigen. «Somit könnte die Sanierung bis ca. 2040 vollständig abgeschlossen werden.» Gleichzeitig schreibt das Unternehmen aber, dass es beim Konzept noch offene Fragen gebe, die unter anderem ein Pilotprojekt beantworten soll.

Dieses sei für 2016 geplant und soll vom Kanton eng begleitet werden. «Das Pilotprojekt soll aufzeigen, dass die angestrebte Beschleunigung in die Tat umgesetzt werden kann. Ebenfalls muss es bestätigen, dass die vorhandene Barriere im Abstrom, die das Grundwasser schützt, auch bei verstärkter Auswaschung funktioniert. Parallel dazu wird derzeit abgeklärt, ob nebst den organischen wasserlöslichen Schadstoffen das auf der Deponie vorhandene Quecksilber durch die verstärkte Auswaschung mobilisiert werden kann.»

Die AefU und der WWF Oberwallis indes fordern in ihrem Schreiben einen vollständigen Aushub des gefährlichen Sondermülls. «Die Deponie Gamsenried soll nur noch einmal saniert werden - dafür aber definitiv».

rul

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