Grossraubtiere | Neuer Bericht zum Wolfsmonitoring

Mehrere Nachweise von Wölfen

Schnappschuss. Zwei Wölfe in der Augsbordregion, aufgenommen im November 2016 durch eine Fotofalle der Gruppe Wolf Schweiz.
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Schnappschuss. Zwei Wölfe in der Augsbordregion, aufgenommen im November 2016 durch eine Fotofalle der Gruppe Wolf Schweiz.
Foto: Gruppe Wolf Schweiz

Quelle: 1815.ch 0

Das kantonale Wolfsmonitoring der Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere hat im November in mehreren Regionen des Oberwallis eine Wolfspräsenz festgestellt. Die Nachweise betreffen mehrheitlich einzelne Tiere. In drei Fällen haben die Fotofallen zwei Tiere gleichzeitig erfasst. Dies zeigt nun ein neuer Zwischenbericht.

Gemäss der Dienststelle wurde je ein einzelner Wolf von Fotofallen auf dem Gebiet der Gemeinden Bürchen, Unterbäch, Törbel, Ergisch und Eischoll erfasst. Spuren von zwei Wölfen konnte die Wildhut im November in Ergisch, Bürchen und Törbel feststellen. Auf den Spuren wurde Probematerial gefunden, welches zur Untersuchung eingeschickt wurde und eine Individualisierung der Wölfe ermöglichen sollte.

Auch im Goms wurden im November Grossraubtiere gesichtet. Hier wurden laut der Dienststelle teilweise zwei Wölfe gleichzeitig registriert. Im Saastal und erneut im Raum Visperterminen wurde ebenfalls Wolfspräsenz festgestellt. Auch in diesen Regionen konnte Probematerial beschafft und eingeschickt werden.

Debatte um Wolf-Hunde-Mischlinge

«Kann das Bundesamt für Umwelt seine Behauptung aufrechterhalten, es gebe keine Wolfshybriden?» Mit dieser Frage gelang der Natischer Nationalrat Franz Ruppen Ende November an den Bundesrat. Grund dafür waren zwei Studien aus Deutschland und Frankreich, die diese These wiederlegen. In seiner Antwort vom 4. Dezember 2017 hält der Bundesrat nun fest: «Es gibt weiterhin keine Hinweise auf Wolf-Hunde-Mischlinge der ersten oder zweiten Generation in der Schweiz. Dies beweisen die Analysen des Laboratoire de Biologie de la Conservation der Universität Lausanne.» Eine unabhängige Analyse eines deutschen Forschungsinstituts bestätige diesen Befund.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema am 7. Dezember 2017 im «Walliser Boten».

msu

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