Nachgefragt

«Ich spende bei jeder Sammlung den gleichen dreistelligen Betrag»

Pflichtbewusst: Direktor Tony Burgener.
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Pflichtbewusst: Direktor Tony Burgener.
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Tony Burgener ist Direktor der Glückskette und nimmt Stellung zur Flüchtlingskrise.

Herr Burgener, bei Naturkatastrophen in der Schweiz wird viel mehr gespendet als für Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Europa. Wo liegen die Gründe?
Bei Naturkatastrophen kommt das Ereignis plötzlich und wird via Medien mit starken Bildern direkt in die Wohnstuben getragen. Kriege hingegen dauern meist lange und die Menschen können keine Lösung erkennen. Das stumpft ab. Hinzu kommt, dass man sich mit Opfern von Naturkatastrophen identifizieren kann, da diese ja auch bei uns schon vorgekommen sind. Schlussendlich stellt sich bei Kriegen und Konflikten die Schuldfrage, dies ist bei Naturkatastrophen nicht der Fall.

Die Sammelaktion in der vergangenen Woche für die Flüchtlinge brachte über 7 Millionen Franken ein. Was geschieht nun mit den Geldern?
80 Prozent werden genutzt, um Projekte von Schweizer Hilfswerken in Syrien, im Libanon, in Jordanien und im Irak zu finanzieren oder weiter zu finanzieren. Ohne die Gelder der Glückskette müssten sie sonst ihre Aktivitäten einstellen und mehrere Zehntausende von Flüchtlingen im Stich lassen. 20 Prozent werden für Nothilfe auf der Balkanroute eingesetzt.

Inwiefern verfolgt die Glückskette solche Projekte?
Die Projekte in den Nachbarländern Syriens wie auch in anderen Krisenregionen wurden von unseren spezialisierten Mitarbeitern und Experten schon mehrmals besucht und unter die Lupe genommen. Wir haben in Jordanien mit den Hilfswerken auch einen Workshop organisiert, um Erfahrungen auszutauschen. Die Glückskette ist sich ihrer Pflicht bewusst, dass sie für den effizienten Einsatz der Gelder voll verantwortlich ist. Dafür stehe ich ein.

Haben Sie selber auch gespendet?
Ja, das habe ich. Ich spende bei jeder Sammlung der Glückskette denselben dreistelligen Betrag.

Simon Kalbermatten

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