Saastal | Geplante Änderung des Marketingauftritts

Saastal will keine freie Republik mehr sein

Aus für die «Freie Ferienrepublik». Die Destination bricht mit ihrem bisherigen Markennamen und sucht eine neue Bezeichnung.
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Aus für die «Freie Ferienrepublik». Die Destination bricht mit ihrem bisherigen Markennamen und sucht eine neue Bezeichnung.
Foto: PPR/Saastal Tourismus AG/Christof R. Schmidt

Quelle: RZ 0

Die Tourismusregion Saastal will sich künftig nicht mehr «Freie Ferienrepublik» nennen. Die Verantwortlichen wollen sich neu ausrichten. Doch wie genau, weiss man noch nicht.

Im touristischen Saastal bleibt kein Stein auf dem anderen: Der viel ­gepriesene «Hammerdeal» ist ­Geschichte, bei den Saastal Bergbahnen haben österreichische Investoren das Sagen, neue Köpfe bei Bahnen und Tourismus wollen für neuen Schwung sorgen, das Tourismusbüro Saas-Grund ist ab nächstem Winter an einem neuen Standort und nun wird die komplette Strategie geändert: Seit acht Jahren vermarktet sich die Destination als «Freie Ferienrepublik». Die damalige Lancierung wurde medienwirksam und mit viel Brimborium in Szene gesetzt.

Neues Jahr – neuer Name

Mitunter wurde auf dem Dorfplatz von Saas-Fee ein rauschendes Fest zelebriert. Doch so richtig «warm» wurde man mit der Bezeichnung offenbar nie. Allem Anschein nach auch der Verwaltungsrat der Saastal Tourismus AG (Stag) nicht, der diese überdacht hat. «Wir haben entschieden, uns einen neuen Auftritt zu verpassen und zukünftig nicht mehr mit der Bezeichnung «Freie Ferienrepublik» aufzutreten», bestätigt der VR-Präsident der Stag, Konstantin Bumann. Anfang nächsten Jahres werde gemeinsam mit dem neuen Marketingleiter (ab ­Dezember im Amt) der neue Auftritt definiert und auf nächste Sommersaison hin umgesetzt. Da unmittelbar keine neue Bezeichnung geplant ist, «arbeiten wir schwerpunktmässig mit den ­Begriffen Saastal, Destination Saas-Fee/Saastal», so Bumann. Nichtsdestotrotz macht man sich bereits Gedanken über mögliche neue Bezeichnungen. Dabei könnte eine altbekannte aus der Schublade hervorgeholt werden – «Perle der Alpen». Damit hat sich das Saastal vor der Ära ­«Ferienrepublik» vermarktet und gewisse Kreise können sich eine Rückkehr dazu durchaus vorstellen, was Bumann aber ausschliesst. «Eine Rückkehr zu ‹Perle der Alpen› ist nicht vorgesehen. ­Allerdings wird dieser Begriff in der Kommunikation gezielt eingesetzt.»

Markenname gehört Gemeinde

Diese Haltung kommt wohl nicht von ungefähr: Denn die Gemeinde Saas-Fee liess «Perle der Alpen» vor einigen Jahren als Markenname gesetzlich schützen. Demnach gehört dieser der Gemeinde und die Schutzfrist läuft derzeit bis ins Jahr 2026. Und die Nutzung des Namens würde laut Gemeindeschreiber Bernd Kalbermatten die Gemeinde «nicht stören». Unter welcher ­Bezeichnung das Saastal künftig touristisch auftreten wird, ist demnach offen. Fest steht hingegen: Ein neuer Marketingauftritt im Saastal ist eng verbunden mit der Frage des «Bürgerpasses» (Gästekarte). «Das Produkt bleibt bestehen», so ­Bumann. Ob hingegen der Name fallen gelassen werde oder nicht werde besprochen.

Peter Abgottspon

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