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Trinkgeld...

Quelle: 1815.ch 21

Trinkgeld ist eine gesellschaftliche Konvention, wer nach einem leckeren Essen nicht zusätzlich etwas springen lässt, gilt als gemeinhin knausrig. Und das zu recht.

Denn obwohl in der Schweiz das Trinkgeld oftmals im Preis inbegriffen ist, lasse ich es mir nie nehmen, guten Service mit dem einen oder anderen Räppler zu honorieren. Das tut nicht weh und macht dem Kellner oder der Kellnerin eine kleine Freude.

Denn im Gastgewerbe zu arbeiten, ist manchmal unerträglich, wenn man sich manche Konsumenten anschaut, die beispielsweise die Toiletten versauen, einem anbrüllen, wenn man etwas falsch serviert hat oder einem nicht einmal grüssen mögen.

Deshalb bin ich auch nett zum Service-Personal - und schätze deren Dienste auch wert.

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Kommentare

  • Maccaroni - 00

    ich war bis jetzt im Apero. Resultat: die Serviceangestellte ist sehr glücklich und ich habe noch soviel Monat aber so wenig Geld ;-)

  • Maria - 00

    Wir wissen, dass Serviceangestellte weniger verdienen, als Bank-, Post- oder Bahnangestellte. Die an der Kasse im Supermarkt sind die "ärmeren Teufel". Immerhin dürfen sie jeweils mit 10%, manchmal mit 20% einkaufen.

  • Dübi - 00

    Maccaroni, mal so gesehen.
    Ich lass mir beim Coiffeur vor dem Haarschnitt vorgängig die Haare waschen. Während der/die eine Person mal so schwubs über die Kopfhaut rast, bekomme ich bei einer anderen Person eine wohltuende Kopfmassage inklusive. Ein kleines Trinkgeld als Dankeschön finde ich da angemessen.
    Bei einem Kauf eines Ferientickets am Billettschalter hält sich mein Glücksgefühl in Grenzen

    • Ventil - 00

      Gesellschaftliche Meinung, würde ich sagen. Oder relativieren wir mal: Gesellschaftliche Meinung, so wie ich sie bis jetzt wahrgenommen habe.

    • Dübi - 00

      Maccaroni, apropos Knausrigkeit...
      Ich weiss nicht, woher Ventil die Meinungsäusserung in Bezug auf (Trinkgeld ist eine gesellschaftliche Konvention, wer nach einem leckeren Essen nicht zusätzlich etwas springen lässt, gilt als gemeinhin knausrig) entnommen hat. Ich persönlich habe diesbezüglich keine Erfahrungswerte vor zu weisen.

    • Maccaroni - 00

      @Dübi: da hast Du schon Recht und ich stimme Dir auch zu. Es gibt jedoch viele Angestellte in Dienstleistungsbetrieben, die ohne Trinkgeld ebenfalls tagtäglich hervorragenden Service bieten. Da stellt sich doch schon die Frage, warum in einer einzigen Branche der Kunde als Knausrig wahrgenommen wird, wenn er kein Trinkgeld rausrückt....

  • Dübi - 00

    Eine Trinkgeldabgabe für den Empfang von täglichen Dienstleistungen im Laden, am Bahnschalter, Bankschalter, Postschalter steht für mich nicht zur Diskussion. Ein Restaurantbesuch mit einem gutes Essen und einer höflichen Bedienung fällt unter die Freizeitgestaltung und dient dem Wohlbefinden. Dieses Wohlbefinden spüre ich nicht in der Warteschlange am Bahn-Bank-Postschalter oder an der Ladenkasse

    • Maccaroni - 00

      Umgekehrt: wenn der Koch ein schlechter Tag hat und nicht das Beste gibt, muss das Servicepersonal die Gäste trotzdem hervorragend und freundlich bedienen. Ist das Essen aber nicht der Hammer, wird das Trinkgeld eben auch nicht der Hammer sein. Der ist Zoff vorprogrammiert. Darum: alle einen gerechten Lohn und kein Trinkgeld mehr oder?

    • Ventil - 00

      Das wäre eine faire Art und Weise mit Trinkgeld umzugehen. Anderseits würden dann wiederum alle darunter leiden, wenn vielleicht ein Serviceangestellter nicht ganz so freundlich ist...

    • Maccaroni - 00

      Wenn ich am Bahnschalter ein Billet für eine Reise kaufe, kann das auch für die Freizeitgestaltung sein und dient auch dem Wohlbefinden....

      @Ventil: es gibt tatsächlich Restaurants, wo das Trinkgeld unter allen Beteiligten aufgeteilt wird. Ohne gute Küche könnte das Servicepersonal ja auch keinen angemessenen Kundenservice erbringen...

    • Ventil - 00

      Das leuchtet mir ein, Dübi. Es ist schon wahr: Der Gang zum Postschalter oder der Besuch in einem Restaurant sind ganz klar zwei paar Schuhe. @Maccaroni: Natürlich muss ich dir auch zustimmen, was den Nachteil für den Koch etwa anbelangt. Vielleicht müsste das Trinkgeld aufgeteilt werden?

  • Dübi - 00

    Inbegriffen ja, trotzdem eine feine und zudem animierende Geste an das Servicepersonal. Früher gehörte eine Trinkgeldabgabe zur Lohnstruktur des Servicepersonals. Heute ist es eine freiwillige Abgabe und unterliegt der Grosszügigkeit eines jeden einzelnen Dienstleistungsempfängers.

  • Maria - 00

    Maccaroni!
    Die ServiceAngestellte erlebe ich ganz anders, als die Angestellt an der Kasse, am Bank- oder Postschalter. Im Restaurant baut sich kleines Vertrauensverhätlnis auf.

    • Maccaroni - 00

      @Maria: gerade am Bank- / Postschalter erwarte ich ein ausgesprochenes Vertrauensverhältnis - notabene ohne Trinkgeld. Warum also soll das Vertrauensverhältnis im Restaurant mit Trinkgeld erkauft werden?

  • Maccaroni - 00

    Das Trinkgeld ist inbegriffen, weshalb ich das mit dem knausrig nicht nachvollziehen kann. Wenn ich einkaufen gehe und das Personal mich freundlich bedient, wird ja auch kein Trinkgeld erwartet oder gegeben. Das freundliche Bedienen gehört doch einfach zum Job. Im Laden, am Bahnschalter, Bankschalter, Postschalter und im Restaurant. Warum also soll im Restaurant ein Trinkgeld gegeben werden?

    • Maccaroni - 00

      Das ist wahrscheinlich ein alter Zopf. Bis vor ca. 40 Jahren war im Restaurant das Trinkgeld nicht inbegriffen. Daher war es Pflicht mindestens 13% Trinkgeld zu geben. Nach der Einführung von "Trinkgeld inbegriffen" hat sich dann irgendwie die "Unart" eingebürgert im Restaurant den Betrag aufzurunden. So gesehen zum Nachteil der anderen Dienstleistungserbringer wie der Koch oder Salatrüster.

    • Ventil - 00

      Das ist natürlich auch ein Argument, Maccaroni. Es käme einem wohl nicht in den Sinn, der Kassiererin im Migros Trinkgeld zu geben, wenn sie einen freundlich bedient. Warum wird es im Restaurant von den meisten Menschen wohl anders empfunden? Hast du eine Idee?

  • Maria - 00

    Guter Montag!
    Ich bin völlig deiner Meinung. Zudem denke ich manchmal, der/die verdient weniger als ich. Deshalb gebe ich mich schon mal grosszügiger.

    • Maccaroni - 00

      Ist so nicht ganz richtig. Sofern es ein Betrag ist, der als Trinkgeld eingestuft werden kann, ist die Annahme gestattet. Es gibt da unterschiedliche Regelungen, meistens kommen die Zuwendungen in eine gemeinsame Kasse und müssen für gemeinsame Aktivitäten verwendet werden.

    • Maria - 00

      Maccaroni!
      Die Bank-, Post-, Kassaangestellten dürfen keine Trinkgeld entgegennehmen.
      Für die Serviceangestellten ist das nicht verboten.

    • Ventil - 00

      Guter Montag Maria, gute Einstellung! Und wenn man gut bedient wird, darf man das auch honorieren, finde ich.

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